Gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit: Fachleute der Unfallkommissionen tagen in Frankfurt

Verkehrssicherheit entsteht nicht zufällig. Unfallkommissionen analysieren Unfallhäufungen, identifizieren deren Ursachen und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wie sich diese Arbeit weiterentwickeln lässt, war Thema der Bundestagung der Dozentinnen und Dozenten für Unfallkommissionen, die am 29. und 30. September im Frankfurter House of Logistics and Mobility (HOLM) stattfand. Gastgeberin der Veranstaltung war die Autobahn GmbH.


Rund 50 Fachleute aus den Bundesländern und der Autobahn GmbH tauschten sich über aktuelle Entwicklungen der Verkehrssicherheitsarbeit, neue digitale Werkzeuge und die Weiterentwicklung der Unfallkommissionsarbeit aus. Die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) initiierte Tagung dient dem bundesweiten Erfahrungsaustausch und der Fortbildung von Mitgliedern der Unfallkommissionen.

In seiner Begrüßung betonte Michael Ditter, Leiter des Geschäftsbereichs Verkehrsmanagement, Betrieb und Verkehr der Autobahn GmbH, die weiterhin große Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit. Unfallkommissionen leisteten dabei einen wichtigen Beitrag, indem sie Unfallhäufungsstellen analysieren, deren Ursachen untersuchen und geeignete Gegenmaßnahmen entwickeln.

Die Autobahn GmbH nutzte die Tagung zudem, um aktuelle Entwicklungen ihrer Unfallkommissionsarbeit vorzustellen. Thematisiert wurden unter anderem die Ausbildung von Unfallkommissionsmitgliedern, das Unfalldatenmanagement sowie die Auswertung von Unfalldaten. Gerade die Verknüpfung von Unfall- und Infrastrukturdaten eröffnet neue Möglichkeiten, Unfallmuster präziser zu analysieren und gezielte Maßnahmen abzuleiten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen. Diese ist insbesondere an den Schnittstellen zwischen Autobahn und nachgeordnetem Straßennetz von großer Bedeutung. Vorgestellt wurde außerdem der aktuelle Stand zum Maßnahmenkatalog gegen Unfallhäufungen (MAKAU), der Unfallkommissionen und weiteren Fachleuten praxisnahe Unterstützung bei der Verkehrssicherheitsarbeit bietet.

Begleitend zum Tagungsprogramm präsentierte die Autobahn GmbH außerdem kooperative intelligente Verkehrssysteme (C-ITS) sowie ein Mobile-Mapping-System-Messfahrzeug zur digitalen Erfassung der Straßeninfrastruktur. Beide Beispiele zeigen, wie moderne Technologien dazu beitragen können, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.

Auf dem Programm standen darüber hinaus aktuelle Entwicklungen der Unfallkommissionsarbeit sowie neue Richtlinien für die Arbeit der Unfallkommissionen auf Autobahnen, deren Veröffentlichung unmittelbar bevorsteht. Die Tagung machte deutlich, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen für die Weiterentwicklung der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland ist.