Ulrich Lange, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, erklärte beim Spatenstich: „Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein klares Zeichen für eine moderne, leistungsfähige und verlässliche Verkehrsinfrastruktur. Der sechsstreifige Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen und der Anschlussstelle Ulm-West ist ein Gewinn für die Menschen in der Region, für die Wirtschaft und für den überregionalen Verkehr. Die A8 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im gesamten süddeutschen Raum, die wir auch zukünftig weiter stärken wollen.“
Das Land Baden-Württemberg war durch Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL vertreten. Sie sagte: „Der Ausbau der A 8 schreitet voran und kommt seinem Ziel heute ein ganz bedeutendes Stück näher. Mit der Erweiterung auf sechs Spuren zwischen dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen und der Anschlussstelle Ulm-West sichern wir den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass sich die Lage für alle Verkehrsteilnehmer entspannt und die Menschen sicherer an ihr Ziel gelangen können.“
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, MdL, unterstrich die Notwendigkeit weiterer Investitionen in den Ausbau der Autobahnen, insbesondere mit Blick auf die Anwohner: „Neben den Pendlern profitieren auch die Menschen entlang der Strecke. Sie dürfen sich auf besseren Lärmschutz freuen. Deshalb müssen die Investitionen in unsere Autobahnen unbedingt weitergehen. Besonders wichtig ist dabei der Ausbau der A8 Ost zwischen Rosenheim und Salzburg. Das neue Infrastrukturzukunftsgesetz stellt Autobahnprojekte ins überragende öffentliche Interesse. Damit haben wir ganz neue Möglichkeiten, die wir nutzen müssen.“
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, betonte die Bedeutung einer effizienten Umsetzung: „Die Autobahn GmbH des Bundes übernimmt Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb einer der zentralen Verkehrsadern unseres Landes. Mit dem Ausbau dieses Abschnitts der A8 schaffen wir die Grundlage für mehr Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit. Unser Anspruch ist es, das Projekt koordiniert, zuverlässig und mit möglichst geringen Belastungen für Verkehrsteilnehmende und Anwohnende umzusetzen.“
Hintergrund
Zwischen der Anschlussstelle Ulm-West und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen befindet sich einer der letzten vierstreifigen Abschnitte der A8 zwischen Stuttgart und München. Aufgrund des bereits heute sehr hohen Verkehrsaufkommens ist die Belastungsgrenze erreicht; zugleich wird in den kommenden Jahren eine weitere Verkehrszunahme erwartet. Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen ist deshalb ein zentraler Schritt, um den Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Ost-West-Achse nachhaltig zu verbessern.
Das Vorhaben geht über die reine Fahrstreifenerweiterung hinaus. Teile der bestehenden Fahrbahn stammen noch aus dem ursprünglichen Ausbauzustand von 1938 und entsprechen ebenso wie der Höhenverlauf nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch Entwässerung und Lärmschutz werden im Zuge des Projekts an moderne Standards angepasst.
Die Maßnahme ist Bestandteil des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen und wird länderübergreifend in Bayern und Baden-Württemberg realisiert. Die Niederlassungen Südbayern und Südwest der Autobahn GmbH des Bundes setzen das Projekt gemeinsam in drei Bauabschnitten um. Es wird angestrebt, die Maßnahme bis Ende 2031 für den Verkehr freizugeben.