Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Die Küstenautobahn A 20 ist das wichtigste Infrastrukturprojekt Norddeutschlands. Die A 20 ist zum einen eine Entlastung für die hochbelasteten Autobahnen in und um Hamburg. Zum anderen verbindet sie die deutschen Häfen an Nord- und Ostsee untereinander und baut gleichzeitig eine Brücke zwischen europäischen Wirtschaftsräumen – zwischen Deutschland und den Niederlanden, Osteuropa und Skandinavien. Sie wird damit die neue Hauptschlagader des maritimen Nordens von Deutschland. Erst vor vier Tagen habe ich in Schleswig-Holstein den Startschuss für die Arbeiten an der Neubaustrecke zwischen Wittenborn und Weede gegeben. Mit dem heutigen Spatenstich in Niedersachsen bringen wir die A 20 nun doppelt voran. Der Bund investiert dafür insgesamt rund 900 Millionen Euro – ein gutes Beispiel für das Comeback der Infrastruktur!“
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Der heutige Spatenstich wirkt weit über diesen Abschnitt in Niedersachsen hinaus. Die Küstenautobahn ist ein Schlüssel für die wirtschaftliche Zukunft des Nordens: Sie stärkt die Verbindungen zwischen Häfen, Industrie- und Wirtschaftsstandorten und schafft dringend benötigte Kapazitäten für die Logistik der Energiewende und den Güterverkehr.“
Ministerpräsident Olaf Lies: „Der heutige Spatenstich ist weit mehr als der Start eines Bauprojekts. Er ist ein Signal des Aufbruchs – für bessere Verbindungen, für wirtschaftliche Perspektiven und für eine zukunftsfähige Infrastruktur im Norden. Die A 20 sorgt für mehr Mobilität der Bürgerinnen und Bürger, erleichtert den Transport von Waren, löst logistische Herausforderungen und befördert den Tourismus. Mit dem Abschnitt zwischen Westerstede und Jaderberg schaffen wir nicht nur die Grundlage für wirtschaftliche Impulse und Lebensqualität, sondern auch ein weiteres Puzzle- bzw. Verbindungsstück zu unseren Nachbarn in Schleswig-Holstein.“
Cord Lüesse, Direktor der Niederlassung Nordwest: „Seit vielen Jahren beschäftigen sich unsere Kolleginnen und Kollegen mit der Planung der Küstenautobahn A20. Daher freue ich mich ganz besonders, dass sich Engagement und professionelle Arbeit an diesem Projekt nun auszahlen und wir gemeinsam die Umsetzung der aufwändigen Planungen für den 1. Bauabschnitt erleben. Dies gibt uns Antrieb und Ansporn für die weiteren Abschnitte der A20.“
Zunächst entstehen entlang des Trassenverlaufs sechs der insgesamt 21 Bauwerke, bevor Ende 2028 mit dem eigentlichen Trassenbau begonnen wird. Im ersten Bauabschnitt sind hierfür Investitionen in Höhe von rund 340 Millionen Euro vorgesehen.
Mit der Realisierung der A20 entsteht eine neue durchgängige Fernstraßenverbindung von Skandinavien und dem Baltikum zu den westeuropäischen Staaten. Sie bildet künftig eine leistungsfähige Hauptverkehrsachse parallel zur Küste zwischen den großen nordwesteuropäischen Häfen und Wirtschaftszentren von den Niederlanden bis zur Ostsee. Für die noch fehlenden 205 Kilometer bis zur Vervollständigung der A20 ist das Projekt in 16 Bauabschnitte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen aufgeteilt.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:
Neubau der A20 in Niedersachsen