Auslösung der Eskalationsstufe und Sperrung der Grenzübergänge
Das Land Tirol hat zur Bewältigung der Situation ein umfangreiches Verkehrskonzept erarbeitet. Die Niederlassung Südbayern geht davon aus, dass es im Raum Innsbruck zu einer Überfüllung des Straßennetzes kommen wird, woraufhin die sogenannte Eskalationsstufe in Kraft tritt.
Dies hat folgende Konsequenzen für den Grenzverkehr nach Tirol:
- Dosierung und Vollsperrung: Sämtliche Grenzübergänge nach Tirol werden dosiert oder vollständig gesperrt.
- Betroffene Strecken: Die Maßnahme umfasst Autobahnen, Landstraßen sowie alle kleineren Grenzübergänge, beginnend von Füssen (Fernpass) über Scharnitz bis zu den östlichen Übergängen. Wegen der zu erwartenden Überfüllung der Tauernroute ist auch damit zu rechnen, dass der Grenzübergang Walserberg nicht oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann
- Keine Einreise möglich: Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass an diesem Tag keine reguläre Einreise nach Tirol möglich sein wird.
- Reiseverzicht: Es wird eindrücklich geraten, am Samstag, den 30. Mai 2026, keine Reisen über die Alpen (weder über die Brenner- noch über die Tauernroute) anzutreten.
- Vermeidung regionaler Fahrten: Auch auf den Autobahnen im Großraum südlich von München ist mit stehendem Verkehr zu rechnen. Auch das das nachgeordnete Straßennetz wird voraussichtlich durch Ausweichverkehre und Sperrungen stark betroffen sein. Regionale Fahrten südlich von München und Memmingen in Richtung Alpen sollten an diesem Tag nach Möglichkeit vermieden werden.
- Zeitplanung bei unvermeidbaren Fahrten: Sollte eine Fahrt zwingend erforderlich sein, sind außerordentliche Zeitreserven einzuplanen. Grundsätzlich ist an diesem Tag von Fahrten in den betroffenen Regionen abzusehen.
Eingeschränkte Ausweichrouten und Ausweichverkehr
Die wenigen zur Verfügung stehenden großräumigen Ausweichrouten, beispielsweise über den Tauernpass oder durch die Schweiz, werden ebenfalls stark überlastet sein. Dort ist mit erheblichen Einschränkungen und massiven Zeitverzögerungen zu rechnen.
Darüber hinaus wird ein starker Ausweichverkehr auf die umliegenden Zeiträume erwartet. In der Nacht vor der Sperrung sowie in der Nacht danach sowie am Sonntag ist auf allen Alpenrouten mit einem stark erhöhten Verkehrsaufkommen und entsprechenden Stauungen zu rechnen. Geeignete Vorsorgemaßnahmen, wie ausreichende Menge an Getränken und ein vollgetanktes Fahrzeug werden empfohlen. Von der Sperrung ist auch der Rückreiseverkehr aus Italien nach Deutschland betroffen. In Italien wird die Brennerautobahn bereits in Sterzing gesperrt.
Dringende Verhaltensempfehlungen für Verkehrsteilnehmer
Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, spricht folgende Empfehlungen aus:
Maßnahmen der Autobahn Südbayern
Die Autobahn Südbayern steht in engem Kontakt mit den örtlichen Polizei- und Einsatzkräften, um gemeinsam Vorbereitungen für die Bewältigung von verschiedenen Einsatzszenarien zu treffen. Vor allem die frühzeitige Steuerung und Information der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer stehen dabei im Focus. Aktuell werden LED-Vorwarntafeln aufgestellt, um die zu Beginn der Pfingstferien in Richtung Süden fahrenden Reisenden darüber zu informieren, dass von einer Rückreise nach Deutschland am 30. Mai durch Österreich abgeraten wird. Für den 30. Mai werden zusätzliche Informationsschilder an wichtigen Entscheidungspunkten wie beispielsweise an der A7 und der A96 installiert und der von Norden kommende Verkehr wird bereits frühzeitig in Würzburg und Nürnberg in den Leitsystemen über die Brennersperre informiert.
Fahrkalender Autobahnen nach Österreich
Um eine bessere Planung für Fahrten auf den Autobahnen nach Österreich auf den beiden Autobahnen A8 und A93 zu ermöglichen, hat die Niederlassung Südbayern einen Fahrkalender entwickelt, in dem Zeiten von flüssigem bis zu starkem Verkehr farblich dargestellt werden:
Informationen zu den Maßnahmen des Landes Tirol
Brennersperrung