Weichenstellung für die A643: Bund beschleunigt den Neubau der Vorlandbrücke Mainz-Mombach

Die Autobahn GmbH des Bundes forciert die Planungen für die Vorlandbrücke Mainz-Mombach: Die dringend erforderliche Erneuerung des Bauwerks bekommt Priorität im Rahmen des Ausbaus der A643.


Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Wir sorgen für ein Comeback der Infrastruktur! Eine leistungsfähige, sichere und moderne Verkehrsinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Dass wir mehr Tempo bei Verkehrsprojekten brauchen, wissen wir alle. Gerade bei den Brücken. Das werden wir jetzt an der A643 zeigen. Zusammen mit der Autobahn GmbH haben wir alle Möglichkeiten geprüft, um die Vorlandbrücke Mainz-Mombach zeitnah zu erneuern. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, uns im Planfeststellungsverfahren auf die Brücke zu konzentrieren. Damit rückt die bauliche Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens nun deutlich näher.“

 

Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes Dr. Michael Güntner: „Die seit Oktober 2025 bestehenden verkehrlichen Einschränkungen in der Anschlussstelle Mainz-Mombach stellen die Menschen und die Wirtschaft tagtäglich vor große Herausforderungen. Mit dem Fokus auf die Vorlandbrücke Mainz-Mombach im laufenden Baurechtsverfahren kann die Autobahn GmbH den dringend notwendigen Ersatzneubau baulich vorziehen. Dies ist ein wichtiger Baustein für eine leistungsfähige und moderne Verkehrsinfrastruktur in der Region rund um Mainz, und dafür danke ich allen, die zu dieser Lösung beigetragen haben.“ 

 

Durch die neue Prioritätensetzung haben die Autobahn GmbH des Bundes und das Bundesministerium für Verkehr die Weichen für den Fortgang des laufenden Planfeststellungsverfahrens für den 6-streifigen Ausbau der A643 zwischen den Anschlussstellen Mainz-Gonsenheim und Mainz-Mombach gestellt. 

Der 6-streifige Ausbau inklusive dem Ersatzneubau der Vorlandbrücke ist Bestandteil eines laufenden Baurechtsverfahrens. Dieses Verfahren konnte aufgrund von Einsprüchen bislang noch nicht abgeschlossen werden. Nun will sich der Bund zunächst auf den regelgerechten Ausbau der Vorlandbrücke konzentrieren und mit einer kürzeren Brücke Eingriffe in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) vermeiden. Hierdurch ist eine Zustimmung der EU-Kommission nicht mehr notwendig. 

Mit Blick auf den verbleibenden Abschnitt wird die Autobahn GmbH des Bundes eine optimierte Lösung unter Einbeziehung des Streckenabschnittes der A643 bis zum Autobahndreieck Mainz (A60/A643) mit einem geringeren Flächenbedarf im FFH-Gebiet erarbeiten. Hierbei wird insbesondere die von der EU-Kommission geforderte Vermeidung von Beeinträchtigungen geschützter Lebensraumtypen einfließen, sodass anschließend die Planung auch für diesen Ausbauabschnitt fortgesetzt werden kann. 

 

Die Autobahn GmbH des Bundes wird ebenfalls zeitnah die Planungen auf dem Abschnitt der A60 zwischen dem Autobahndreieck Mainz und dem Autobahnkreuz Mainz Süd aufnehmen, so dass auch hier ein verkehrsgerechter und leistungsfähiger Ausbau des Mainzer Rings erfolgen kann.

 

Hintergrund

Gerade die intensive Beanspruchung der Infrastruktur hat in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem durch den zunehmenden Schwerverkehr, deutliche Spuren bei den Brückenbauwerken hinterlassen. Im Zuge der A643 ist gerade dieses Brückenbauwerk, die sogenannte Vorlandbrücke zwischen den AS Mainz-Mombach und Mainz-Gonsenheim, dringend zu erneuern und aufgrund von bestehenden Netzengpässen auszubauen.

Ansprechpartner

Maximilian Angst

Pressesprecher Außenstelle Wiesbaden

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: West
Hagenauer Str. 44
65203 Wiesbaden