A52: Instandsetzungsarbeiten an der Mintarder Brücke werden beendet

Die Instandsetzungsarbeiten auf der A52 an der Mintarder Brücke werden in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai abgeschlossen. Die Dauerbaustelle ist damit nach rund drei Monaten beendet. Es folgen in den kommenden Tagen noch kurzfristige Reinigungsarbeiten.


Mülheim (Autobahn GmbH). Die Instandsetzungsarbeiten auf der A52 an der Mintarder Brücke werden in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai abgeschlossen. Die Dauerbaustelle ist damit nach rund drei Monaten beendet. Es folgen in den kommenden Tagen noch kurzfristige Reinigungsarbeiten.

Gearbeitet wurde an den Fahrbahnübergangskonstruktionen an den Widerlagern unter Aufsicht der Autobahn GmbH, Abteilung Bauwerkserhaltung des Konstruktiven Ingenieurbaus, in acht Bauphasen. Schon früh zeichnete sich ab, dass die beauftragte Fachfirma schneller als geplant auf bzw. unter der 1860 Meter langen Brücke, die das Ruhrtal bei Mülheim überspannt, vorankam. Ursprünglich war ein Ende der Maßnahme für die 21. Kalenderwoche vorgesehen. Während der Bauphasen rollte der Verkehr abwechselnd einspurig über die Fahrbahnübergangskonstruktionen, da unter der dann gesperrten Fahrbahn gearbeitet wurde.

Dabei mussten die für Lärmminderung zuständigen Sinusleisten und die Dichtbänder, die wiederum dafür sorgen, dass keine Feuchtigkeit eindringt, zunächst demontiert werden, um an das Steuerelement zu gelangen. Fettige Gleitkissen, die unter den sieben Traversenbügeln je Seite liegen, das Steuerelement und die Lagerungen wurden erneuert. 

 

Am 27. Januar war die Ruhrtalbrücke in Fahrtrichtung Essen mit sofortiger Wirkung gesperrt worden, weil bei einer Kontrolle aufgefallen war, dass die Übergangskonstruktion defekt war. Übergangskonstruktionen, die aus Stahl-Lamellen bestehen, funktionieren wie eine Ziehharmonika, Brücken können sich durch sie ausdehnen und wieder zusammenziehen. An der Ruhrtalbrücke gibt es zwei dieser Konstruktionen, je eines an der östlichen und eines an der westlichen Seite. Wegen des dichten Verkehrs (rund 80.000 Fahrzeuge pro Tag), der enormen Gewichtsbelastungen (mehr als 4000 der Fahrzeuge sind über 3,5 Tonnen schwer) und den Witterungseinflüssen sind sie allerdings einem hohen Verschleiß ausgesetzt. An solchen besonderen Bauwerken müssen die Fahrbahnübergangskonstruktionen regelmäßig gewartet und spätestens nach zehn bis fünfzehn Jahren instandgesetzt werden. In diesem konkreten Fall hatten sich sogenannten Elastomerkissen von Metallplatten gelöst. Auch das Steuerelement und Seile waren gerissen. Die Sperrung der längsten Stahlbrücke Deutschlands wurde am 4. Februar aufgehoben, da die Autobahn GmbH Overfly-Elemente aufgebaut hatte, mit der auch eine defekte Übergangskonstruktion bei geringer Geschwindigkeit überquert werden konnte. Direkt im Anschluss begannen die Instandsetzungsarbeiten.

 

Unabhängig davon steht an der 1966 fertiggestellten Brücke noch in diesem Jahr die alle sechs Jahre notwendige Hauptprüfung an. Mitarbeiter der Autobahn GmbH prüfen dabei „handnah“ die Brücke auf „Herz und Nieren“. Dabei legen sie ein enormes Pensum an den Tag: Nicht nur, dass die Brücke die längste in der Niederlassung Rheinland ist, auch ihre 18 Pfeiler, die alle begehbar sind, sind enorm hoch, nämlich bis zu 60 Meter. 

Die Prüfung hat keine Auswirkungen auf den Verkehr, der mittelfristig hier sechsspurig verlaufen soll. Dafür muss die Brücke neugebaut werden, was gerade geplant wird. Der Bau soll nach aktuellen Plänen 2030 beginnen (Details: https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/sechsstreifiger-ausbau-zwischen-breitscheid-und-essen-ruettenscheid).

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Ansprechpartner

Manuel Kölker

Pressesprecher

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Willy Brandt-Platz 2
47805 Krefeld