Region: Rheinland, … Status: In Umsetzung

Autobahn: A 59, … Brückenneubau in Köln-Wahn

In Köln-Wahn führt die A59 an der gleichnamigen Anschlussstelle über die L489 (Heidestraße). Das 66 Meter lange Brückenbauwerk muss aufgrund der starken Verkehrsbelastung der letzten 50 Jahre dringend ersetzt werden.

Brückenneubau in Köln-Wahn

Daten & Fakten

Baubeginn

September 2018

Vertragsdauer

vsl. bis Ende 2021

Brückenneubau

ein 66 Meter langes Bauwerk, zukünftig 50 Meter Stützweite


Projektbeschreibung

In Köln-Wahn führt die A59 an der gleichnamigen Anschlussstelle über die L489 (Heidestraße). Das 66 Meter lange Brückenbauwerk muss aufgrund der starken Verkehrsbelastung der letzten 50 Jahre dringend ersetzt werden. Da auch die heute noch vierspurige A59 in den nächsten Jahren sechs Fahrspuren erhalten soll, errichtet Die Autobahn Rheinland dort ein breiteres Ersatzbauwerk. Die Bauarbeiten dafür starteten im September 2018 durch Straßen.NRW. Zum 1. Januar 2021 ging das Projekt zur Autobahn Rheinland über.

Besondere Herausforderung bei dieser Maßnahme: Im Gegensatz zu vielen anderen Brücken besteht die Wahner Brücke nicht aus zwei Teilbauwerken für jede Richtungsfahrbahn, sondern ist in einem Stück gebaut. Um den Verkehr auf der A59 nicht dauerhaft zu unterbrechen, wurde die alte Brücke mittels eines aufwendigen Verfahrens getrennt. So kann das Bauwerk in zwei Teilen abgerissen werden. Eine Brückenhälfte bleibt so für den Verkehr bestehen.

Da jedoch die Hälfte der Brücke nicht für alle vier Fahrspuren ausreicht, wurde für einen Teil der Bauzeit mit einer Behelfsbrücke gearbeitet.

 


Bauphase 1

Von September 2018 bis Februar 2019 hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW östlich (auf der Seite von Wahnheide) die Böschung der A59 für eine Behelfsbrücke vorbereitet. Dazu wurden die Böschungen und die Fahrbahn der Fahrtrichtung Köln verbreitert sowie die Lärmschutzwände abgebaut. Für die Dauer der Arbeiten musste in der Anschlussstelle Wahn die Ausfahrt aus Bonn kommend gesperrt werden. Die Umleitung erfolgte über die Anschlussstelle Köln-Flughafen.

Anfang März 2019 hat der Landesbetrieb die bereits vormontierte Behelfsbrücke eingeschoben. Dazu musste die L489 (Heidestraße) für ein Wochenende lang für alle Verkehrsteilnehmer vollgesperrt werden. Anschließend wurde der Verkehr der Fahrtrichtung Köln über die Behelfsbrücke geführt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Bonn nutzte die bisherige Fahrbahn der Richtung Köln.

Straßen.NRW hat die westliche Brückenhälfte der Fahrtrichtung Bonn (auf der Seite von Wahn) daraufhin abgebaut und neu errichtet. Über die dann breitere Brücke kann nun der gesamte Verkehr geführt werden. Die Behelfsbrücke wurde anschließend zurückgebaut.


Bauphase 2

seit April 2020:

Seitdem der Verkehr in Richtung Bonn auf der neuen westlichen Brückenhälfte fließt, wird die östliche Hälfte abgebrochen und neu errichtet. Das ganze Bauwerk soll voraussichtlich Ende 2021 fertiggestellt sein.

Beeinträchtigungen für den Verkehr

Mit wenigen Ausnahmen wird der Neubau ohne längere Beeinträchtigungen für den Verkehr sowohl auf der A59 als auch auf der Heidestraße auskommen. Größere Beeinträchtigungen für Sperrungen der Heidestraße oder der Auf- und Abfahrtrampen werden an Wochenenden erledigt. Alle Sperrungen werden rechtzeitig angekündigt.

Eine Ausnahme bildete die erste Bauphase: Hier musste die Abfahrt aus Richtung Bonn kommend auf die Heidestraße für mehrere Monate gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Köln-Flughafen umgeleitet.

Während der Bauzeit kommt es ebenfalls zu Beeinträchtigungen für Fußgänger und Radfahrer: Zeitweise stehen keine separaten Geh- und Radwege zur Verfügung, sondern diese Verkehrsteilnehmer müssen sich Wege teilen.


Unterrichtsmaterial direkt von der Baustelle

Tolle Aktion: Bei den Baumaßnahmen für die neue Überführung an der B 5 über die A 1 bei Hamburg-Bergedorf ist ein eiszeitliches Überbelinsel gefunden worden. Ob es sich dabei um einen Finnen, Norweger oder einen Schweden handelt, wird bald eine Schulklasse im Labor untersuchen.