In Umsetzung

Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke bei Aachen

Das alte Bestandsbauwerk der Haarbachtalbrücke wurde durch einen Neubau ersetzt. Die Baumaßnahmen an der Haarbachtalbrücke sind abgeschlossen, der Verkehr fließt wieder uneingeschränkt in beide Fahrtrichtungen. Im nächsten Schritt beginnt die Renaturierung des Haarbachtals, die voraussichtlich bis zum Frühjahr 2026 andauern wird. Stand: April 2026

Daten & Fakten

Gesamtlänge 157 m

Maximale Höhe 20 m

Baubeginn  Ende Januar 2024

Fertigstellung Anfang September 2025

Breite 31,88 m (Die Anzahl der Fahrstreifen bleibt unverändert, jeweils zwei pro Fahrtrichtung, hinzu kommt jeweils ein Seitenstreifen)

Projektbeschreibung

Verkehr auf der A544 wieder offiziell freigegeben

Die 157 Meter lange Talbrücke konnte am 8. September 2025 in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung feierlich eröffnet werden. Am 7. September 2025 veranstaltete die Autobahn GmbH den „Open Bridge Day“ auf der neu errichteten Haarbachtalbrücke. Bei strahlendem Sonnenschein konnten circa 15.000 Besucher das Bauwerk im Verlauf der A544 aus nächster Nähe erleben. 
Der Nirmer Weg zwischen Aachen‑Eilendorf und Aachen‑Haaren wurde am 17. April 2026 wieder für den Fuß- und Radverkehr freigegeben. Die Sperrung war aufgrund des Neubaus der Haarbachtalbrücke erforderlich.

Ab September 2026 wird das Haarbachtal durch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern weiter begrünt. Die  derzeit erfolgende Renaturierung des Haarbachtals unterhalb der Brücke soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

 

Ausgangslage

Für die Sprengung der Bestandsbrücke (30.01.2024) und den Neubau der Haarbachtalbrücke wurde die A544 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Anschlussstelle Aachen-Europaplatz  im Januar 2024 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Grund dafür waren die Ergebnisse aus den laufenden Bauwerksprüfungen der Haarbachtalbrücke.

Das Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1956 wies an mehreren Stellen Schäden auf, die gegen eine längere Nutzung des Bauwerks standen. Die notwendige Folge war aus Verkehrssicherheitsgründen eine Vollsperrung des Abschnittes während der Bauzeit.

 

 

Keine Behelfsbrücke möglich

Das deutliche Schadensbild ließ es nicht mehr zu, von der Bestandsbrücke aus Bautätigkeiten auszuführen bzw. die Brücke für die Baustellenlogistik zu nutzen. Für den Bau einer Behelfsbrücke in direkter Nachbarschaft zur Bestandsbrücke wäre dies allerdings erforderlich gewesen. Daher wurde seitens der Statiker dringend empfohlen, den Bauablauf auf eine Vollsperrung umzustellen. Eine Konstruktion von unten nach oben wurde hingegen durch die geltende Umweltgesetzgebung erschwert. Der daraus folgende größere Eingriff in das darunter liegende Landschaftsschutzgebiet hätte zeitaufwändige Untersuchungen und Vorarbeiten bedingt, die aber der verbleibende Zeitrahmen nicht mehr zuließ.

 

 

Bauzeit

Im Zuge der Umstellung des Bauablaufs wird dem Auftragnehmer mittels einer Funktionalausschreibung freiere Hand für eine schnelle Baudurchführung und innovative Verfahren gegeben. Dazu gehört auch die Entwicklung eines kreativen Baulogistikkonzeptes unter Vollsperrung. Bereits nach spätestens 22 Monaten sollte die Strecke schließlich wieder nutzbar sein, was im Vergleich zur ursprünglich vorgesehenen Bauzeit von über vier Jahren mehr als doppelt so schnell war.

Ein sehr erfreulicher Baufortschritt führte dazu, dass eine Inbetriebnahme beider Richtungsfahrbahnen bereits nach nicht einmal 20 Monaten im September 2025 erfolgen konnte.


Umleitungsverkehr über A4 und A44 möglich

Die Stadt Aachen konnte während der Bauzeit über die A44 (Anschlussstelle Aachen-Brand) und A4 (Anschlussstelle Aachen-Zentrum) erreicht werden. In diesem Zuge wurden gemeinsam mit der Stadt Aachen die Umleitungsstrecken mit dem Ziel überprüft, den Verkehrsfluss insgesamt zu optimieren.

Die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger hatte höchste Priorität. Die Autobahn GmbH Rheinland bedankt sich bei allen Betroffenen für ihr Verständnis. Die Baumaßnahmen wurden schnellstmöglich umgesetzt, um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Karten & Verkehrsführung

Verkehrsführung während der Vollsperrung der A544 in beide Fahrtrichtungen

Die Autobahn GmbH gestaltete die Umleitungsverkehre so effizient und verträglich wie möglich. Neben der Freigabe des Standstreifens auf der A4 als dritte Fahrspur in beide Fahrtrichtungen zwischen Aachen-Zentrum und dem Kreuz Aachen wurden u.a. auch Ampelschaltungen auf den städtischen Straßen angepasst. An der Abfahrt Aachen-Zentrum galt beispielsweise während der Vollsperrung die sogenannte CHIO-Schaltung.​  

Dabei kann eine große Zahl von Fahrzeugen erheblich schneller von der Autobahn abfahren. Um dies zu ermöglichen, sah die Autobahn GmbH die Nutzung der rechten Spur auf der Krefelder Straße aus Würselen in Richtung Innenstadt für den von der A4-Ausfahrt kommenden Verkehr vor.

Damit konnte dann der von der A4 in Richtung Aachen fahrende Verkehr direkt und ungestört auf die Krefelder Straße einbiegen.​

Umleitungen über Autobahnen

Die A544 war ab der Anschlussstelle Würselen gesperrt. Ausweichverkehre über die umliegenden Städte sollten vermieden werden. Umleitungsrouten führten über die insgesamt vier Abfahrten auf der A44 (Aachen-Brand und Aachen-Lichtenbusch) und der A4 (Aachen-Zentrum und Aachen-Laurensberg) nach Aachen.  

Das Gewerbegebiet Aachener Kreuz konnte über die Anschlussstelle Broichweiden auf der A44 erreicht werden. 

Umleitungsstrecken wurden untersucht

Die Autobahn GmbH hat die Umleitungsstrecken untersucht und mit den zuständigen Verkehrsträgern der Stadt Aachen, der Stadt Würselen und Straßen.NRW abgestimmt. 

Der Mehraufwand für die innerstädtischen Umleitungsstrecken mit Autobahnzuführung war wie folgt: 

Vom Europaplatz zur A4 über die Anschlussstelle Aachen-Zentrum waren es rund drei Kilometer, vom Europaplatz zur A44 über die Anschlussstelle Aachen-Brand zum Autobahnkreuz Aachen waren es rund sechs Kilometer zusätzlich. Weiterhin konnten auch die Anschlussstellen Aachen-Laurensberg (A4) und Aachen-Lichtenbusch (A44) genutzt werden. 

 

Umleitungen für Fußgänger*innen und Radfahrende während des Ersatzneubaus der Haarbachtalbrücke

Der Nirmer Weg zwischen Eilendorf und Haaren musste im direkten Umfeld der Brückenbaustelle 27 Monate lang gesperrt bleiben. Das war aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich.

Die ursprünglich vorgesehene Anfahrt zur Baustelle musste grundlegend verändert worden. Das hat vor allem damit zu tun, dass auch die Autobahnbrücke der A544 über die Straße “Auf der Hüls” abgerissen und neu gebaut wurde. 

Die Idee, nach dem Abriss der Haarbachtalbrücke einen Fußgängertunnel auf einer Länge von bis zu 80 Meter zu bauen, war nicht realisierbar.

Anfang November 2024 ist eine neue Umleitungsstrecke offiziell ausgeschildert worden. Möglich wurde die neue Umleitung, weil der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) seine Brücke über den Haarbach geöffnet hatte. Diese Brücke ist Teil eines umzäunten großen Regenrückhaltebeckens des WVER am Haarbach und normalerweise nicht zugänglich.

Die neue beschilderte Umleitung U3 verlief in beiden Richtungen auf folgendem Weg: Nirmer Weg, WVER-Brücke, Kahlgrachtstraße, Haarener Gracht, Gärtnerstraße, Reuterweg, Haarbachtalstraße.

Die beiden bisherigen Umleitungsstrecken U1 und U2 waren weiter befahrbar, fortan aber nicht mehr ausgeschildert. Die U1 verlief von Verlautenheide aus über die Kahlgrachtstraße, Haarener Gracht, Gärtnerstraße und Reuterweg zur Haarbachtalstraße. Die U2 führte von Eilendorf über Nirmer Weg, Schönebergstraße, Charlottenburger Allee und Auf der Hüls nach Haaren.

Mögliche Alternativen

Flankierende Mobilitätsmaßnahmen

Während der nicht einmal 20-monatigen Vollsperrung der A544 für den Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke wurden die Umleitungen so effizient und verträglich wie möglich gestaltet. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Entlastung der Verkehrsteilnehmenden und Anwohnenden umgesetzt, so zum Beispiel Ampelschaltungen angepasst oder neue Pförtnerampeln errichtet.

Die Vollsperrung führte dennoch zu deutlichen Einschränkungen des Verkehrsgeschehens im Personen- und Güterverkehr. Schon zehn Prozent weniger Kfz-Fahrten während der Hauptverkehrszeit führten zu einer deutlichen Entspannung der Verkehrslage auf den Umleitungsstrecken. Die Nutzung von Fahrgemeinschaften konnte einen Beitrag hierzu leisten. Für Fahrgemeinschaften standen allen Bürger*innen auch Mitfahrparkplätze in Autobahnnähe zur Verfügung.

Die Challenge

Als A544 Nutzer*innen in der App aachen.move der Stadt Aachen Stau reduzieren und Klimapunkte sammeln

Seit der Vollsperrung der A544 haben sich für viele Bürger*innen die Wege verändert. Vor dem Hintergrund der erwarteten verkehrlichen Einschränkungen wurden durch die Stadt Aachen, die IHK und die Autobahn GmbH flankierende Mobilitätsmaßnahmen vorbereitet und umgesetzt. Die Verwendung der Aachen.move-App, Gründung des „Team A544 Nutzer*Innen“ und die Ergänzung um neue und auf die Nutzung „Möglicher Alternativen“ abzielende Aktivitäten gehörte hierzu. Die Mitglieder des Teams konnten durch die Nutzung von Alternativen, wie etwa die Nutzung von Park + Ride oder Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten, Klimataler sammeln und diese in besondere Prämien umwandeln. Hierzu gehörten beispielsweise Baustellenbesichtigungen. Hier erfahren Sie mehr zur App: www.aachen.de - aachen.move

 

So einfach geht’s:

1. App downloaden und registrieren 

2. Dem Team A544 Nutzer*Innen beitreten

3. Klima-Taler sammeln

Wählen Sie Ihre möglichen Alternativen unter „Wir sind das Klima“ und „Aktivitäten in Aachen“ und beteiligen Sie sich auch an den besonderen Challenges!

Per Pushnachrichten erhält das Team A544 Nutzer*Innen auch aktuelle Informationen zur Haarbachtalbrücke.

Parken & Mitfahren / Park & Ride

Vermeiden Sie Kfz-Fahrten, z. B. durch Homeoffice und Online-Meetings. Auch das Kombinieren von Fahrten und Fahrgemeinschaften entlastet den Verkehr.

Einfach parken und mitfahren!

Wussten Sie, dass im Pendlereinzugsgebiet von Aachen fast 1.000 Parkplätze auf Mitfahrparkplätzen zur Verfügung stehen? In dem Flyer finden sie weitere Informationen.

 

 

Parken und umsteigen – Mit dem Deutschland-Ticket und Park+Ride

An vielen Haltepunkten und Bahnhöfen in der Region Aachen gibt es zahlreiche Park+Ride-Parkplätze, die einen Umstieg vom eigenen Pkw in Busse und Bahnen komfortabel ermöglichen. Mit vielen Verbindungen ist man in den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten mindestens gleich schnell am gewünschten Ziel.

Hier finden Sie weitere Informationen. go.Rheinland setzt sich als gemeinsame Dachmarke des Aachener Verkehrsverbunds und des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg für eine verbesserte Infrastruktur und ein modernes, multimodales Mobilitätsangebot ein.

Der Ersatzneubau

Was genau war geplant?

Für den Rückbau der Bestandsbrücke und den Neubau der Haarbachtalbrücke wurde die A544 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Anschlussstelle Aachen-Europaplatz seit Baubeginn im Januar 2024 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Grund dafür waren die Ergebnisse aus den laufenden Bauwerksprüfungen der Haarbachtalbrücke.

Das Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1956 wies an mehreren Stellen Schäden auf, die gegen eine längere Nutzung des Bauwerks standen. Die notwendige Folge war aus Verkehrssicherheitsgründen eine Vollsperrung des Abschnittes während der Bauzeit.

Datenblatt zum Einschub des ersten Brückenelements

Baubeginn: Ende Januar 2024 

Länge: 157 m 

Breite: 31,88 m (Die Anzahl der Fahrstreifen bleibt unverändert, jeweils zwei pro Fahrtrichtung, hinzu kommt jeweils ein Seitenstreifen)  

Maximale Höhe: 20 m 

Material: Der Überbau wurde in Stahlverbundbauweise hergestellt. 

Länge der einzuschiebenden Brückenelemente: jeweils 157 m 

Gewicht der einzelnen Brückenelemente beim Einschub:  
circa 1.400 Tonnen (Stahl und Beton) pro Element. 

Wurden beide Brückenelemente gleichzeitig eingeschoben? Nein, die Elemente wurden nacheinander eingeschoben. Das zweite Element wurde am 16.12.2024 eingeschoben. 

Gewicht des gesamten Überbaus (inklusive Fahrbahnaufbau): circa 2.600 Tonnen pro Brückenteil, insgesamt circa 5.200 Tonnen. 

Mit welchem Fahrzeug wurden die Elemente transportiert? Mit einem sogenannten Self-Propelled Modular Transporter (SPMT). Dabei handelt es sich um fahrbare Plattformen mit eigenem Antrieb, die mit mehreren Achsen einen Transport von sehr großen und sperrigen Ladungen vollziehen können.  

Wie erfolgte der Einschub? Dieser erfolgte mit einem technisch außergewöhnlichen Verfahren. Denn die einzelnen Brückenteile wurden nicht wie üblich direkt in die finale Position gebracht, sondern zunächst auf hydraulischen Stapeleinheiten abgelegt. Dorthin gelangten die Brückenelemente durch fahrbare Transportplattformen und mittels Zugkraft von Hydraulik-Aggregaten. Dabei kamen ferngesteuerte Self-Propelled Modular Transporter (SPMT) eines niederländischen Spezialunternehmens zum Einsatz, die jedes Element mithilfe eines 30 Meter langen stählernen Vorbaus und ergänzt durch die Zugkraft von Hydraulik-Aggregaten bis über die spätere Endposition bewegten. Die erforderliche Absenkung der Brückenelemente um die verbleibenden rund fünf Höhenmeter Abstand zu den beiden Widerlagern und den Stützen erfolgte anschließend über eine spezielle hydraulische Stapeleinheit. 

Wie viel Zeit wurde für den Einschub pro Brückenelement benötigt? Etwa ein Tag pro Brückenelement. 

 

Wie viele Module wurden für den Einschub benötigt? Die SPMTs bestehen aus verschiedenen Modulen mit vier, fünf, sechs oder acht Achslinien. Insgesamt waren zehn Module aufgeteilt auf vier Sets beim Einschub im Einsatz. Davon bestanden zwei Sets aus jeweils zwei Modulen und zwei weitere Sets aus drei Modulen.  

 

Welche Strecke musste der SPMT mit den Brückenelementen zurücklegen?  
Ungefähr 230 m. 

 

Wie viele Arbeiter waren auf der Baustelle beschäftigt? Zeitweise haben bis zu 120 Mitarbeiter gleichzeitig an der Baustelle der Haarbachtalbrücke gearbeitet. 

 

Haben sich die Maße der Brücke verändert?

Die Länge der Brücke bleibt mit 157 m unverändert. Die maximale Höhe beträgt wie bei der ursprünglichen Brücke ebenfalls 20 m. Darüber hinaus bleibt auch die Anzahl der Fahrstreifen pro Fahrtrichtung unverändert. Allerdings ist nach heutigem Stand der Technik je ein Seitenstreifen pro Fahrtrichtung vorgesehen. Dadurch erhöht sich die Breite der Brücke auf 31,88 m.

Wann erfolgte die Vollsperrung der A544?

Ab dem 15. Januar 2024 um 10 Uhr war die A544 zwischen der Anschlussstelle Würselen und AC-Europaplatz in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Vollsperrung hat nicht einmal 20 Monate gedauert und wurde mit der offiziellen Verkehrsfreigabe im September 2025 wieder aufgehoben.

Wäre zur Vermeidung einer Vollsperrung die Errichtung einer Behelfsbrücke möglich gewesen?

Der Bau einer Behelfsbrücke in direkter Nachbarschaft zur Bestandbrücke war insbesondere aus statischen, logistischen und umweltrechtlichen Gründen nicht durchführbar. Die Einschätzungen hinsichtlich des Einsatzes einer Behelfsbrücke sind durch anerkannte Gutachter vorgenommen worden.

Wenn der Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke im Naturschutzraum Haarbachtal umweltrechtlich erfolgen konnte, hätte es dann im Umkehrschluss nicht auch gleiche Möglichkeiten für den Bau einer Behelfsbrücke gegeben?

Umweltaspekte haben bei allen Baumaßnahmen der Autobahn GmbH einen hohen Stellenwert. Beim Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke konnten Eingriffe in das Haarbachtal allerdings nicht vermieden werden. Hierfür wurden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Jede bauliche Änderung wird zusätzliche bzw. andere Eingriffe nach sich ziehen. Dazu wären gem. Umweltgesetzgebung wiederum weitere Untersuchungen und Planungen erforderlich. Der hierfür erforderliche Zeitansatz war aufgrund des Zustands der Brücke nicht realisierbar.

Warum wäre nicht alternativ eine Lösung über einen parallelen Damm oder eine kleinere Ersatzbrücke von unten, also direkt vom Haarbachtal aus, möglich gewesen?

Die Dammlösung wurde zuletzt mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von 40km/h und 8 Prozent Steigung untersucht. Die Folgen:

  • Es hätten sich eine bis zu 10 m hohe Stützwand in Fahrtrichtung Köln und in Fahrtrichtung Aachen ein Damm von bis zu 7 m Höhe ergeben.
  • Der Haarbach hätte in der Variante kanalisiert werden müssen, da die kleine Ausrundung keine Behelfsbrücke zugelassen hätte.
  • Dadurch, dass die Parallellösung am tiefsten Punkt auf nur 2 m Höhe käme, hätte die Haarbachtalstraße den Bereich nicht mehr kreuzen können. Hier handelt es sich jedoch um eine wichtige Rad- und Fußgängerverbindung zwischen den Stadtteilen Haaren und Eilendorf. Die Aufrechterhaltung dieser Verbindung war Bestandteil der Genehmigung der Stadt Aachen.

Die Dimensionen eines Dammes hätten einen Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke deutlich behindert. Die Dammaufschüttung hätte darüber hinaus das Landschaftsschutzgebiet Haarbachtal mit rund 10.000 Lkw-Ladungen Bodenmaterial und der gleichen Anzahl beim Rückbau stark belastet. Dies wäre aus Umweltschutzgründen in hohem Maße bedenklich gewesen. Auch wäre der notwendige Hochwasserschutz im Haarbachtal durch Aufschüttung eines hohen Dammes gefährdet. Wie bedeutsam ein wirkungsvoller Hochwasserschutz ist, haben die Erfahrungen im Haarbachtal und der angrenzenden Bebauung im Juli 2021 gezeigt.

Um eine Behelfsbrücke in den Damm einzuheben, hätte für die Fahrbahn zunächst eine gerade Ebene hergestellt werden müssen, was aber zwangsläufig zur Anhebung der Höhenlinie (Gradiente) geführt hätte. Dadurch wäre ein sogar mit bis zu 8,5 m höherer Damm benötigt worden. Und dies mit den gleichen Baulogistikschwierigkeiten und LKW-Ladungen wie bei der oben dargestellten Dammlösung. Auch hätten für die Herstellung einer kleineren Behelfsbrücke zunächst die Hilfswiderlager hergestellt werden müssen.

Für die Planung sowie für die Gründungsarbeiten und die Anschlüsse an die Fahrbahn wäre ohne Verzögerungen ein Zeitbedarf von mindestens 18 Monaten (ohne Berücksichtigung der Genehmigungszeiten) bis zur Fertigstellung und Freigabe der temporären Brücke anzusetzen gewesen. Dem stand entgegen, dass nach nicht einmal 20-monatiger Vollsperrung ab Baubeginn der Ersatzneubau der Haarbachtalbrücke bereits einspurig in beide Fahrtrichtungen wieder befahrbar wäre.

Welche Vorteile hat eine Funktionalausschreibung für den Bauablauf?

Durch die funktionale Ausschreibung wird dem Auftragnehmer Raum für ein flexibleres Management, eine schnelle Baudurchführung und innovativere Verfahren gegeben. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung eines ausgeklügelten Baulogistikkonzeptes unter Vollsperrung. Bereits nach 22 Monaten sollte die Strecke wieder nutzbar sein. Am Ende konnte die Verkehrsfreigabe bereits nach nicht einmal 20 Monaten erfolgen. Die funktionale Ausschreibung bewirkte, im Vergleich zur ursprünglich vorgesehenen Bauzeit von über vier Jahren, mehr als eine Halbierung der Bauzeit.

Inwieweit hat sich die Bauzeit durch das neue Ausschreibungsverfahren verkürzt?

Die Bauzeit hat sich von zuvor vier auf rund zweieinhalb Jahre Bauzeit verkürzt.

Warum wurden zwei Brücken gebaut und nicht eine? Hätten die Bauarbeiten dann doppelt so lange gedauert?

Im Zuge des Neubaus wurden zwei Brücken hergestellt, für jede Fahrtrichtung eine Brücke, die nun die so genannten Teilbauwerke der Gesamtquerung des Haarbachtals bilden.

Zwei voneinander unabhängige Brückenkörper haben den Vorteil, dass für evtl. notwendige Reparaturen ein Bauwerk komplett von Verkehr befreit werden kann, während der andere Brückenkörper den Verkehr von beiden Fahrtrichtungen aufnimmt. Das schafft Baufreiheit und beschleunigt die Raparaturmaßnahmen.

Für die ursprünlgich geplante 22-monatige Vollsperrung war die Errichtung des Teilbauwerkes in Fahrtrichtung Aachen geplant. So konnte der Verkehr zumindest 1-spurig je Fahrtrichtung wieder fließen.

Vertragliche Rahmenbedingung war, dass das zweite Teilbauwerk spätestens nach weiteren 11 Monaten unter Verkehr geht, insgesamt sprechen wir also von einer Bauzeit von 33 Monaten.

Durch die vertraglichen Rahmenbedingungen sollte sichergestellt werden, dass die geplante Bauzeit eingehalten wird. Dieses Ziel wurde sogar übertroffen, da die Verkehrsfreigabe nach nicht einmal 20 Monaten erfolgen konnte.

Auf welchem Wege wurde das Baurecht erlangt?

Im Rahmen der Abstimmungen mit den Behörden wurden alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und Vereinbarungen mit den Betroffenen geschlossen.

Die Notwendigkeit einer Planfeststellung oder einer Plangenehmigung bestand demnach nicht.

Was geschieht mit dem Haarbach? Werden die Pläne zur Renaturierung unverändert umgesetzt?

Die Renaturierung des Haarbachs ist eine zusätzliche Leistung, die als Ausgleichsmaßnahme im Zuge des Ersatzneubaus vorgesehen ist. Diese soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Wurde der Eingriff in die Natur durch den jetzigen Plan geringer? Wenn ja, wodurch?

Durch den Bau in finaler Position wurde der vorgesehene Flächenverbrauch und damit der Eingriff in die Umwelt deutlich geringer als bei der ursprünglich geplanten Errichtung neben dem Bestandsbauwerk.

Wie war der Baulärm zu bewerten?

Ein Lärmgutachten kam zu folgendem Schluss:

Der wahrgenommene Baulärm wird leiser sein als der bisherige wahrgenommene Lärm des normal fließenden Verkehrs auf der Autobahn. Dieser Lärmpegel von rund 67 dbA (Dezibel, Maßeinheit des Schalldruckpegels) steht dem Höchstmaß des zu erwartenden Lärmpegels in der Bauzeit von rund 59 dbA gegenüber. Das ist ein Unterschied von 8 dbA.
 

Zur besseren Einordnung:

Eine Verringerung des Lärmpegels um 10 dbA bedeutet eine Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke. Ein normales Gespräch in einer Entfernung von einem Meter hat einen wahrgenommenen Lärmpegel von max. 60 dbA.

Die Bestandsbrücke

Wann wurde die Bestandsbrücke gesprengt?

Die 157 Meter lange Brücke aus dem Jahr 1956 wurde am 30. Januar 2024 gesprengt. Hierzu wurde die Sprengung der acht mit Beton gefüllten Stahlstützen der rund 20 Meter hohen Brücke in kurzer zeitlicher Abfolge ausgelöst. Der Überbau der Brücke wurde in einem baulich vorbereiteten Fallbett aufgefangen, um die Erschütterungen beim Aufprall zu minimieren. Die beiden großen Widerlager an den jeweiligen Enden der Brücke wurden nicht gesprengt, sondern konventionell abgebrochen.

Datenblatt zur Sprengung der alten Haarbachtalbrücke

Gesamtlänge: 157 Meter

Breite: 21,80 Meter

Maximale Höhe: 20 Meter

Baujahr: 1956

Material: Stahlverbundbauwerk
 

Daten zur Sprengung:

Sprengtermin: 30. Januar (13 Uhr)

Gewicht Brückenüberbau: rund 360 Tonnen Stahl, zzgl. 2.324 Tonnen Fahrbahnbeton und 188 Tonnen Kappen u. Geländer. Das Gesamtgewicht des Brückenüberbaus betrug damit rund 2.900 Tonnen.

Zündverfahren: Nicht elektrisch. Zündung über einen Zündschlauch.

Wie viele Sprengladungen insgesamt? ca. 240 Stück

Wie viele Sprengladungen pro Stütze? ca. 30 Stück

Wurden nur die Stützen gesprengt? Ja. Der Überbau fiel dann in Gänze ins Fallbett.

Was passierte mit den Widerlagern? Diese wurden konventionell abgebrochen. Gleiches gilt auch für die Fundamente der Stützen.

Wie war die zeitliche Abfolge bei der Sprengung? Jede Stütze wurde um 25 Millisekunden zeitlich verzögert gesprengt. Je Stütze wurden 500 Millisekunden für die Sprengung benötigt.

Sprengverlauf: von unten nach oben.

Dauer der Sprengung? max. eine Sekunde.

Wurden die Stützen eingehaust? Nein, ein abgehängtes widerstandsfähiges Vlies an allen vier Seiten der Stützen verhinderte einen eventuellen Streuflug von Kleinstbestandteilen (Stahl/Beton) aus den Stützen.  

Aus welchem Material bestand das Fallbett? Das Material wurde aus dem Aushub der Baugrube (Widerlager) gewonnen und ist ein gemischtkörniger Boden.

Fallbetthöhe: bis zu 1,5 Meter

Fallbettbreite: ca. 30 Meter

Sprengradius: 200m

Wie viele Sprengungen hat der Sprengmeister bereits durchgeführt? Weit über tausend Sprengungen.

Wie stellte sich das konkrete Schadensbild der Bestandsbrücke dar?

Das Bestandsbauwerk Haarbachtalbrücke aus dem Jahre 1956, ein nach altem Stand der Technik konstruiertes Verbundbrückenbauwerk mit quer- und längs vorgespannter Fahrbahnplatte aus Beton, wies gravierende Schäden auf.

Insbesondere die Betonfahrbahnplatte zeigte schwere Schäden. Aufgrund einer jahrelangen Chloridbelastung waren starke Korrosionsschäden am Spannstahl entstanden, die zudem mit einer Versprödung und Verlust an Vorspannung einhergingen. Die Schäden zeigten sich durch eine verstärkte Rissbildung in der Fahrbahnplatte, welche die Tragfähigkeit herabsetzten.

Warum war eine Verstärkung der Bestandsbrücke bzw. eine Verlängerung der Nutzungsdauer nicht möglich?

Untersuchungen haben ergeben, dass eine Sanierung der schadhaften Spannglieder nicht möglich war. Eine Verstärkung der Betonfahrbahnplatte war aufgrund der damit verbundenen zusätzlichen Belastungen für die Fahrbahnplatte ausgeschlossen. Hierbei muss auch berücksichtigt werden, dass das unter der Betonplatte liegende und sehr filigran ausgeführte Stahltragwerk ebenfalls für die heutige Verkehrsbelastung zu schwach bemessen und eine Verstärkung aus technischer, vor allem aber wirtschaftlicher Sicht ausgeschlossen war. Ein Ersatzneubau war unausweichlich.

Verkehr

Welche Umleitungsempfehlungen gab es während der Vollsperrung?

Die Autobahn GmbH hat die Umleitungsverkehre so effizient und verträglich wie möglich gestaltet. Neben der Freigabe des Standstreifens auf der A4 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Anschlussstelle Aachen-Zentrum sind auch die untergeordneten Knoten und die Ampelschaltungen auf den städtischen Straßen geprüft worden. 

Informationen der Stadt Aachen zum Thema "Verkehrsführung" finden Sie hier

Welche Umleitungen über Autobahnen gab es?

Ausweichverkehre über die umliegenden Städte galt es zu vermeiden.

Deswegen lief der Umleitungsverkehr in die Innenstadt über die A4 (AC-Zentrum und AC-Laurensberg) sowie die A44 (AC-Brand und AC-Lichtenbusch).

Sind die empfohlenen Umleitungsstrecken hinreichend geprüft und abgestimmt worden?

Die Autobahn GmbH hat die Umleitungsstrecken untersucht und befand sich mit den zuständigen Verkehrsträgern der Stadt Aachen und Straßen.NRW fortlaufend in Abstimmung. Diese Abstimmungen haben folgende Maßnahmen bzw. Empfehlungen für die vorgesehenen Umleitungsstrecken ergeben:

Die Stadt Aachen konnte über die A4 (Anschlussstelle AC-Zentrum) und die A44 (Anschlussstelle AC-Brand) erreicht werden.

Der Mehraufwand für die innerstädtischen Umleitungsstrecken mit Autobahnzuführung:
Vom Europaplatz zur A4 über die Anschlussstelle Aachen-Zentrum waren es rund drei Kilometer, vom Europaplatz zur A44 über die Anschlussstelle Brand zum Autobahnkreuz Aachen waren es rund sechs Kilometer zusätzlich.

Weiterhin konnten auch die Anschlussstellen Aachen-Laurensberg (A4) und Aachen-Lichtenbusch (A44) genutzt werden.

Gab es eine Seitenstreifenfreigabe auf der A4 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Anschlussstelle Aachen-Zentrum?

Nach abschließender Prüfung wurde der Seitenstreifen auf der A4 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Anschlussstelle Aachen-Zentrum in beide Fahrtrichtungen freigegeben.  

Was sind UVIT und zu welchem Zweck wurden sie errichtet?

Umsetzbare Verkehrsinformationstafeln (UVIT) zeigten am Autobahnkreuz Aachen und an Anschlussstellen auf der A4 und der A44 den schnellsten Weg in die Aachener Innenstadt an. Die Verkehrsteilnehmenden konnten sich so am jeweiligen Entscheidungspunkt über verkehrs- und störungsbedingt zusätzlich einzuplanende Reisezeiten, sogenannte „Verlustreisezeiten“, bis zum Alleenring informieren. Damit sollte der Verkehr besser auf den vorhandenen Alternativrouten verteilt und Staus sowohl auf der Autobahn als auch im städtischen Netz vermieden werden.

Sind die Radwegeverbindungen bestehen geblieben?

Der Nirmer Weg zwischen Eilendorf und Haaren musste im direkten Umfeld der Brückenbaustelle für 27 Monate lang gesperrt bleiben. Das war aus Gründen der Verkehrssicherheit auf alle Fälle erforderlich. Am 17. April 2026 konnte der Nirmer Weg zwischen Aachen‑Eilendorf und Aachen‑Haaren wieder für den Fuß- und Radverkehr freigegeben werden.

Die ursprünglich vorgesehene Anfahrt zur Baustelle musste grundlegend verändert worden. Das hat vor allem damit zu tun, dass auch die Autobahnbrücke der A 544 über die Straße Auf der Hüls abgerissen und neu gebaut wurde. 

Die Idee, nach dem Abriss der Haarbachtalbrücke einen Fußgängertunnel auf einer Länge von bis zu 80 Meter zu bauen, war nicht realisierbar.

Von Eilendorf aus führte eine Umleitung vom Nirmer Platz über Wolfsbendenstraße und Gringelstraße in Richtung Charlottenburger Allee zur Straße “Auf der Hüls” und zur Saurensgasse in Haaren. Von dort führte ein Fuß- und Radweg zurück zur Haarbachtalstraße in Haaren. Wer von Verlautenheide zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs war, konnte über den Fuß- und Radweg an der Haarener Gracht, die Gärtnerstraße und den Reuterweg die Haarbachtalstraße in Haaren erreichen.

Sonstiges

Wie wurde der Zustand der Bestandsbrücke überwacht?

Aufgrund des Schadensbildes wurde die Brücke bis zum Baubeginn alle drei Monate einer Sonderprüfung nach DIN 1076 unterzogen.

Bauen wir im Vergleich zu unseren Nachbarländern zu langsam?

Insbesondere dieses Bauprojekt zeigt, wie in der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse deutlich verschlankt werden konnten. Eine Bauzeit von nicht einmal 20 Monaten inkl. Abbruch für eine 157 Meter lange Autobahnbrücke ist unter diesen Rahmenbedingungen auch im Vergleich zu unseren Nachbarländern sehr anspruchsvoll.

Welche Möglichkeit gibt es, Bauzeiten hierzulande noch zu beschleunigen?

Über eine funktionale Ausschreibung konnte die Autobahn GmbH die Bauzeit stärker gewichten als die Baukosten. Das Wissen der Bauunternehmen über kreative Bauabläufe und -verfahren konnte so bestmöglich in das Projekt einfließen. Die Garantie der Bauzeit von, wie ursprünglich geplant, maximal 22 Monaten erfolgte über dezidierte Auflagen und eine hohe Konventionalstrafe. Die Firmen mussten ein Logistikkonzept vorlegen und nachweisen, dass die Baumaterialien über Vorverträge vorhanden sind. Erst dann hat das beste Angebot den Zuschlag erhalten. Im Falle der Haarbachtalbrücke konnte eine Verkehrsfreigabe nach nicht einmal 20 Monaten im September 2025 erreicht werden.

Wie viel Zeitersparnis hätte ein Mehrschichtbetrieb bringen können?

Rein rechnerisch hätte ein Mehrschichtbetrieb die Bauzeit verkürzt. Jedoch gibt es Faktoren, die einem Einsatz über einen Zeitraum von den ursprünglich geplanten 22 Monaten in der praktischen Umsetzung entgegenstanden. Im Wesentlichen sind dies grundsätzliche Probleme mit Lieferketten (Produktion und Transport) und die unverhältnismäßig hohen Lärmemissionen in den Nachtstunden sowie am Wochenende. Hinzu wären die engen Voraussetzungen des ArbZG gekommen, das gerade für Arbeitsprozesse von kurzfristiger Dauer gedacht ist.

Für Bürgerinnen und Bürger

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Chronologie

17. April 2026:

Am Freitag (17.4.) wurde der Nirmer Weg zwischen Aachen‑Eilendorf und Aachen‑Haaren wieder für den Fuß- und Radverkehr freigegeben. Die Sperrung war aufgrund des Neubaus der Haarbachtalbrücke erforderlich.

8. September 2025:

Am Montag (8.9.) konnte die 157 Meter lange Talbrücke in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung feierlich eröffnet werden. Nach nicht einmal 20 Monaten Bauzeit rollt der Verkehr wieder in beide Fahrtrichtungen über die A544-Haarbachtalbrücke.

7. September 2025:

Am Sonntag (7.9.) veranstaltete die Außenstelle Euskirchen der Autobahn GmbH den „Open Bridge Day“ auf der neu errichteten Haarbachtalbrücke. Bei strahlendem Sonnenschein konnten circa 15.000 Besucher das Bauwerk im Verlauf der A544 aus nächster Nähe erleben. Zwischen 11 und 16 Uhr nutzten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das neue Bauwerk zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden und die Brücke aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben. 

Juli 2025:

Planung eines ‘Open Bridge Day’  als Bürgerfest auf der neuen Haarbachtalbrücke am Sonntag, 7. September 2025 (11-16 Uhr). Die offizielle Verkehrsfreigabe beider Richtungsfahrbahnen der A544 ist für Montag, 8. September 2025, geplant.

Mai 2025:

Seit Ende April wird die A544 abschnittsweise grundhaft instandgesetzt. 

April 2025:

Seit April 2025 werden die Abdichtungen aufgeklebt, die Kappen geschalt, bewehrt, betoniert und die Geländer hergestellt. Die Überwachungs- und Kontrollöffnungen sind ebenfalls betoniert.  

Januar 2025:

Die Endquerträger sind betoniert und die Ortbetonfahrbahnplatten sind auf beiden Bauwerken hergestellt.

23. Dezember 2024:

Das zweite Brückenelement wurde erfolgreich eingeschoben.

9.-27. Dezember 2024:

Unter dem folgenden Link finden Sie stets aktuelle Bilder und Videos von dem Fortschritt beim Einschub der beiden Brückenelemente der neuen Haarbachtalbrücke über das Haarbachtal. > Aktuelles Bildmaterial

12. Dezember 2024:

Das erste Brückenelement wurde erfolgreich eingeschoben.

9. Dezember 2024:

Die ferngesteuerten Self-Propelled-Modular Transporter (SPMT) sind unter dem Brückenhohlkasten zum Einsatz bereit.

29. November 2024:

Die Vorbereitungen zum Verschub des ersten Brückenteils laufen. Der Vorbauschnabel und die hydraulischen Stapeleinheiten sind an Ort und Stelle.

1. August 2024:  
Brückenhohlkästen für die neue Haarbachtalbrücke liegen auf der Baustelle bereit, die Schweißarbeiten liegen voll im Zeitplan.

30. Januar 2024: 
Sprengung der Bestandsbrücke (Baujahr 1956).

15. Januar 2024: 
Vollsperrung der A544 bei Aachen.

November 2023: 
A4/A44: Die Installation der Umsetzbaren Verkehrs-Informations-Tafeln (UVIT) an insgesamt acht Standorten rund um das Aachener Kreuz beginnt. Ziel ist, die Verkehrsströme während der nicht einmal 20-monatigen Vollsperrung der A544 besser lenken zu können, um Staus zu vermeiden.

24. Juli 2023: 
A544: Richtungsfahrbahn Köln wird für den Verkehr voll gesperrt. Nach dem Ergebnis einer aktuellen Bauwerksprüfung hat sich der Zustand der Haarbachtalbrücke weiter verschlechtert. Die ohnehin für einen Neubau vorgesehene Haarbachtalbrücke muss daher weiter entlastet werden.

Ansprechpartner

Marianne Seelmann

Pressesprecherin

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Otto-Lilienthal-Straße 25a
53879 Euskirchen

Dr. Patricia Dreesbach

Pressesprecherin

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Otto-Lilienthal-Straße 25a
53879 Euskirchen

Gina Kehren

Leitung Kommunikation Euskirchen

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Otto-Lilienthal-Straße 25a
53879 Euskirchen