In Umsetzung

A8 Sechsstreifige Erweiterung AS Ulm-West bis AK Ulm/Elchingen

Zwischen der Anschlussstelle (AS) Ulm-West und dem Autobahnkreuz (AK) Ulm/Elchingen befindet sich einer der letzten noch 4-streifigen Abschnitte der A8 zwischen Stuttgart und München. Eine Erweiterung auf 6 Fahrstreifen ist aus mehreren Gründen notwendig: Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, das in den nächsten Jahren noch zunehmen wird, ist die Belastungsgrenze bereits heute erreicht. Die Fahrbahn entspricht teilweise dem Originalzustand von 1938 und ist auch in ihrem Höhenverlauf nicht mehr zeitgemäß. Die Entwässerung und der Lärmschutz müssen den heutigen Standards angepasst werden. Die 6-streifige Erweiterung ist Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans und erfolgt in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg in Zusammenarbeit der Niederlassungen Südbayern und Südwest in drei Bauabschnitten.

Daten & Fakten

Gesamtlänge 

11,30 km 

 

Bauabschnitte 

 

Gesamtbauzeit Hauptbauphase 

2025 -  2032 

Gesamtkosten 

391,0 Mio. Euro 

  

Bauabschnitt 1 

Niederlassung Südbayern 

  

Bauabschnitt 2+3 

Niederlassung Südwest 

Projektbeschreibung

Die sechsstreifige Erweiterung der A8 von der AS Ulm-West bis östlich des AK Ulm/Elchingen erfolgt in drei Bauabschnitten und wird von den Niederlassungen Südbayern und Südwest durchgeführt. Die Niederlassung Südbayern verantwortet den Bauabschnitt 1 von Oberelchingen bis Riedheim. Zusätzlich wird die Fahrbahndecke der kreuzenden Autobahn A7 von der Landesgrenze Baden-Württemberg bis zur Donaubrücke einschließlich der Auf- und Abfahrten im Autobahnkreuz erneuert. Im Bereich des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen werden die bestehenden Brückenbauwerke ersetzt bzw. für die zukünftigen Verkehrsbelastungen ertüchtigt. Die Niederlassung Südwest verantwortet die Bauabschnitte 2 und 3 von Oberelchingen bis Ulm-West. Auch in diesen Abschnitten werden bestehende Brückenbauwerke ersetzt und für die zukünftigen Verkehrsbelastungen dimensioniert, mehrere Überführungsbauwerke saniert und eine Geh- und Radwegbrücke neu errichtet. Die Arbeiten werden in den Bauabschnitten 1 bis 3 teilweise parallel durchgeführt. Die Hauptbauphase mit Eingriffen in den Verkehr ist von 2027 bis Ende 2031 geplant. Die vorbereitenden Maßnahmen ohne Beeinträchtigung des Verkehrs laufen bereits seit dem Jahr 2023.

Ganzheitliches Entwässerungskonzept für die A8 auf der Schwäbischen Alb

Für die A8 auf der Schwäbischen Alb ist ein neues Entwässerungskonzept geplant. Der Untergrund ist sehr empfindlich. Deshalb werden besondere Maßnahmen ergriffen. Das Konzept wird aus dem westlich der Anschlussstelle Ulm-West angrenzenden Abschnitt fortgeführt. Es sieht vor, das gesammelte Straßenwasser aus den sensiblen Karstbereichen abzuleiten. 

 

 

Bauabschnitt 1

Niederlassung Südbayern

Gesamtlänge

ca. 3 km (Oberelching - Riedelheim)

 

Gesamtkosten 

203,0 Mio. Euro 

 

Hauptbauzeiten

2025 - 2032 

 

Brückenneu- und -ausbauten 

15

 

Tangierendes Projekt 

A7 Erhaltungsabschnitt AS Langenau - AS Nersingen 

Bauabschnitt 2+3

Niederlassung Südwest

Gesamtlänge

ca. 8,3 km

Gesamtkosten

188,0 Mio. Euro

Vorabmaßnahmen

Seit 2023

Hauptbauzeit

2027 - Ende 2031

Brückenneu-/ausbauten

9 Bauwerke

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Welche Bedeutung hat der Ausbau?

Die Bundesautobahn A8 ist ein bedeutender Teil der transeuropäischen Verkehrsachse Frankreich-Deutschland-Österreich-, Süd-Ost-Europa. In Deutschland verknüpft sie die Großräume München, Augsburg, Ulm, Stuttgart und Karlsruhe. Für diese Ballungsräume ist sie die wichtigste Verkehrsader. Neben ihrer zentralen Rolle im Wirtschafts- und Pendelverkehr ist die A8 auch für den Tourismus nach Österreich und in andere Länder von großer Bedeutung.

Warum ist die Strecke auszubauen?

Die auf das Jahr 2030 hochgerechnete Verkehrsprognose 2025 ergibt für diesen Streckenabschnitt eine Zunahme der Verkehrsbelastung von 22,2 % auf 36,6 % - bezogen auf das Bestandsjahr 2010 mit 59.200 Kfz/24h, davon rund 9.500 Schwerlastverkehr/24h. Der bestehende vierstreifige Ausbau ist an seiner Belastungsgrenze angelangt und somit nicht mehr in der Lage, den Verkehr zukünftig aufzunehmen.

Der Streckenabschnitt der A8 zwischen der AS Ulm-West und dem AK Ulm-Elchingen ist der letzte vierstreifige noch nicht ausgebaute Teil der A8 zwischen Ulm und München. Die Trassierung entspricht teilweise noch dem Originalbauzustand aus dem Jahr 1938 und erfüllt nicht mehr die heutigen verkehrssicherheitstechnischen Erfordernisse. Auch beim Lärmschutz ist Handlungsbedarf gegeben.

Seit wann liegt das Baurecht mittels Planfeststellungsbeschluss vor?

Der Planfeststellungsbeschluss wurde im Oktober 2020 erlassen und ist seit dem 15.01.2021 bestandskräftig.

Wurde der Ausbau bereits vorausschauend bei früheren Baumaßnahmen berücksichtigt?

Ja, der Bedarf zum Ausbau der Strecke war schon vor 30 Jahren absehbar. Daher wurden einige Brücken schon damals vorausschauend breiter gebaut, um den künftigen sechsstreifigen Ausbau zu ermöglichen.

Aktueller Sachstand

Bauabschnitt 1 

Niederlassung Südbayern

  • Umbau der Betriebsumfahrt Langenau im Rahmen der Vorarbeiten 

  • Vorschüttung der Lärmschutzwälle 2+3 

  • Verbreiterung der A8 für eine spätere bauzeitliche Verkehrsführung 

  • Beginn der Hauptbauphase 2027 

 

Bauabschnitt 2 und 3 

Niederlassung Südwest

  • Vorabmaßnahmen laufend seit 2023, u.a. Bergung von Baumhöhlen zur Schaffung neuer Lebensräume für holzbrütende Arten
  • Straßen- und Bauwerksplanung, Umweltplanung laufend

 

Ansprechpartner

Platzhalter mit Autobahn Logo

Katharina Werther

Stabsstelle Kommunikation

Telefon
+49 89 545523280

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Südbayern
Seidlstraße 7-11
80335 München

Petra Hentschel

Pressesprecherin Südwest

Telefon
+49711-34250-120

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Südwest
Augsburger Straße 748  
70329 Stuttgart