Sperrung Rheinbrücke Bonn-Nord
Sperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord für alle Verkehrsteilnehmenden
Die Rheinbrücke Bonn-Nord, auch Friedrich-Ebert-Brücke genannt, wurde im Jahr 1967 gebaut. Sie besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke, der Strombrücke und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke. Auf dem Bauwerk befinden sich zwei durchgehende Fahrspuren je Fahrtrichtung und je eine Abbiegespur. Bislang fuhren täglich rund 90.000 bis 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Aktuelle Brückenprüfungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die eine unverzügliche Sicherung erfordern. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sowie technische Kontrollen (WIM-Anlagen) – haben nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.
Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wurde deshalb am 3. Juni um 15 Uhr vorsorglich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden vollständig gesperrt.
Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar. Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse. Der Autobahn GmbH ist bewusst, dass diese Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region hat. Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet. Wir werden nun weitere Detailuntersuchungen vornehmen, um technische Möglichkeiten zu untersuchen, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.“
Weitere Fragen und Antworten zur Sperrung finden Sie unter Dialog
Umleitung für den Fernverkehr
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Videostatement zur Rheinbrücke Bonn-Nord
Hier finden Sie das Statement von Verkehrsminister Patrick Schnieder in der ARD-Mediathek
Hier finden Sie den Beitrag vom WDR (ab Minute 06)
Hier finden Sie alle Fragen und Antworten rund um die Sperrung
Warum wurde die Brücke kurzfristig vollständig gesperrt?
Aktuelle Brückenprüfungen und gutachterliche Begutachtungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die ein unverzügliches Eingreifen erforderten. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, ist eine vorsorgliche vollständige Sperrung zwingend erforderlich. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen seit Anfang Februar 2026 sowie WIM-Anlagen (Weigh-in-motion), die das Fahrzeuggewicht während der Fahrt mithilfe von Sensoren messen – haben nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.
Hätte die Sperrung verhindert werden können?
Die Autobahn GmbH hatte bereits Maßnahmen zur Ablastung des Bauwerks umgesetzt, um der Schadensentwicklung entgegenzuwirken. Dazu zählten seit Anfang Februar 2026 ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Diese Maßnahme erwies sich als nicht ausreichend. Die Rheinbrücke Bonn-Nord wurde seinerzeit für deutlich kleinere Verkehrslasten und Verkehrsmengen geplant und gebaut, als sie heute tatsächlich genutzt wird. Insbesondere der Güterverkehr der letzten Jahrzehnte hat der Brücke enorm zugesetzt.
Wie lange dauert die Vollsperrung?
Die vorsorgliche Vollsperrung erfolgte auf Grundlage aktueller Prüfergebnisse. Sie bleibt bestehen, bis neue belastbare Erkenntnisse vorliegen. Derzeit laufen weitergehende Untersuchungen und ingenieurmäßige Bewertungen durch entsprechende Fachleute und Spezialisten. Die Ergebnisse werden innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.
Warum reicht eine Beschränkung für den Schwerverkehr nicht aus?
Die statischen Berechnungen und Zustandsbewertungen haben ergeben, dass auch eine Reduzierung des Schwerverkehrs auf 7,5 Tonnen nicht ausreichend ist, um die Sicherheit langfristig zu gewährleisten.
Wie ist der Zustand der Brücke?
Die Vollsperrung ist eine vorsorgliche Maßnahme, um Risiken auszuschließen. Die Situation wird laufend überwacht und kontinuierlich technisch bewertet, auch das Innere der Brücke. Die Schäden sind teilweise von außen nicht sichtbar. Bereits bekannte und bisher unkritische Risse haben sich vergrößert, begleitet von ersten Korrosionsschäden am Betonstahl und an Spanngliedern. Es werden tiefergehende Untersuchungen und teilweise um wissenschaftliche Methoden erweiterte statische Berechnungen durchgeführt, um noch genauere und belastbarere Bewertung zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob das Bauwerk mit technischen Maßnahmen ertüchtigt werden kann oder ob es dauerhaft gesperrt bleiben muss.
Sind Fußgänger und Radfahrer auch von der Sperrung betroffen?
Die vorsorgliche Sperrung gilt auch für Fußgänger und Fahrradfahrende.
Ist eine Sperrung des Schiffsverkehrs aus Sicherheitsgründen erforderlich?
Die Rheinbrücke Bonn-Nord besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m). Aktuelle Brückenprüfungen und gutachterliche Begutachtungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt. Die Strombrücke ist nicht betroffen. Daher muss der Schiffsverkehr unter der Strombrücke nicht gesperrt werden.
Was wird jetzt an der Brücke gemacht?
Derzeit laufen ergänzende Untersuchungen und um wissenschaftliche Methoden erweiterte statische Berechnungen. Auf dieser Basis werden noch genauere und belastbarere ingenieurtechnische Bewertungen möglich sein. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob das Bauwerk mit technischen Maßnahmen ertüchtigt werden kann oder ob es dauerhaft gesperrt bleiben muss. Die Vollsperrung ist eine vorsorgliche Maßnahme, um Risiken auszuschließen.
Wird die Brücke vor dem Ersatzneubau noch einmal für den Verkehr freigegeben?
Erst nach einem umfassenden Schadens- und Lagebild kann entschieden werden, was mit dem Bauwerk passiert. Ein umfassendes Schadens- und Lagebild wird innerhalb der nächsten zwei Wochen erstellt. Nach Untersuchungen durch ausgewiesene Fachleute und Spezialisten kann entschieden werden, welche Maßnahmen letztlich zu ergreifen sind. Ausführliche Informationen sind hier veröffentlicht:
A565 Neubau der Rheinbrücke inkl. Erweiterung zwischen AK Bonn-Nord und AS Bonn-Beuel | bonnbewegt
Wie wird der Verkehr umgeleitet?
Der Fernverkehr wird über die A3 (Kreuz Leverkusen) umgeleitet. Ein Umleitungskonzept für den regionalen und den städtischen Verkehr wird seitens der Stadt Bonn in eigener Zuständigkeit und in Abstimmung mit der Autobahn GmbH erarbeitet. Zwei Ausweichrouten führen über die Süd- und die Kennedybrücke. Alle Umleitungen werden vor Ort eindeutig beschildert und regelmäßig überprüft.
Eine Grafik zum Fernverkehr finden Sie unter: Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes.
Wer beantwortet weitere Fragen?
Sie können sich mit weiteren Fragen zur Sperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord an rheinbruecke.bonn-nord[@]autobahn[.]de wenden.
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in der Übersicht
Lenkungskreis nimmt Arbeit auf
In Bonn hat der Lenkungskreis zur Rheinbrücke Bonn-Nord seine Arbeit aufgenommen. Geleitet wird das Gremium von Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz.
Unmittelbar nach der vorsorglichen Vollsperrung der Brücke am 3. Juni 2026 hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Lenkungskreis eingerichtet. Ihn ihm sind das Bundesverkehrsministerium, die Autobahn GmbH des Bundes, das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis vertreten.
ZEIT: Lenkungskreis zur Bonner Nordbrücke sucht nach Lösungen
BMV: Schnelles Handeln für die Rheinbrücke Bonn-Nord
Anschlussstellen wieder offen
Die Sperrung in den angrenzenden Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg ist aufgehoben, um den Verkehr gezielt zu entzerren und die Erreichbarkeit der Anschlussstellen sicherzustellen.
Bundesverkehrsminister Schnieder besucht gesperrte Brücke
Zwei Tage nach der Vollsperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke / A565) hat sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder heute vor Ort ein Bild der Lage gemacht.
Die Brücke musste am 3. Juni gesperrt werden, nachdem Untersuchungen strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben hatten. Täglich nutzen rund 90.000 Fahrzeuge die Brücke als wichtigste Ost-West-Verbindung der Region Bonn/Rhein-Sieg.
Beim Vor-Ort-Termin dabei waren Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes, der Bonner Oberbürgermeister Guido Déus sowie Landrat Sebastian Schuster.
Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits am 4. Juni einen Lenkungskreis eingerichtet, der die weiteren Schritte koordiniert.
Bundesminister Patrick Schnieder: „Ich weiß, wie sehr die Sperrung der Rheinbrücke die Menschen vor Ort belastet. Deshalb war es mir sehr wichtig, mir heute ein genaues Bild zu machen. Bereits gestern habe ich einen Lenkungskreis eingerichtet. Alle relevanten Akteure sitzen jetzt an einem Tisch. Der Bund wird alles tun, was möglich ist, um die Situation in Bonn zu verbessern – und zwar schnell."
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Diese Brücke hat bei uns Top-Priorität. Die Autobahn GmbH geht davon aus, innerhalb der nächsten zwei Wochen eine belastbare Schadens- und Lageeinschätzung vorlegen zu können. Eines steht fest: Die Sicherheit der Menschen geht vor."
Auf dieser Grundlage wird der Lenkungskreis über die nächsten Schritte entscheiden.
Phoenix: Sicherheit hat immer oberste Priorität
Tagesschau: Schnieder verspricht Hilfe bei gesperrter Autobahn-Brücke in Bonn
WDR: Bundesverkehrsminister bei seinem Besuch an der Bonner Nordbrücke
WDR Studiogespräch mit Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister
Rheinbrücke Bonn-Nord wird vorsorglich voll gesperrt
Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wird ab heute (3.6.) um 15 Uhr vorsorglich voll für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.
Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wird ab heute (3.6.) um 15 Uhr vorsorglich voll für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Die Sperrung betrifft nicht nur das Bauwerk selbst, sondern die folgenden Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost:
In Fahrrichtung Koblenz:
- Sperrung zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord, d.h. es sind keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter kommend auf die A565 nach Koblenz möglich. Die Anschlussstellen Bonn-Beuel und -Auerberg sind ebenfalls gesperrt.
In Fahrtrichtung Siegburg:
- Sperrung zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel, d.h. im Kreuz Bonn-Nord sind sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt, die Anschlussstelle Bonn-Auerberg ebenfalls. In der Anschlussstelle Bonn-Beuel sind Auffahrten auf die A565 nach Siegburg weiterhin möglich.
Aktuelle Brückenprüfungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die eine unverzügliche Sicherung erfordern. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sowie technische Kontrollen (WIM-Anlagen) – haben nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.
Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar. Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse. Der Autobahn GmbH ist bewusst, dass diese Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region hat. Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet. Wir werden nun weitere Detailuntersuchungen vornehmen, um technische Möglichkeiten zu untersuchen, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.“
Ansprechpartner
Anders Mertzlufft
Leiter Unternehmenskommunikation
E-Mail-Adresse
anders.mertzlufft[@]autobahn[.]de
Telefon
+49 30 640962500
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: ZentraleHeidestraße 15
10557 Berlin