Sperrung Rheinbrücke Bonn-Nord

Die Brücke musste am 3. Juni 2026 gesperrt werden, nachdem Untersuchungen strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben hatten. Sie ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Region Bonn/Rhein-Sieg.

Sperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord für alle Verkehrsteilnehmenden

Die Rheinbrücke Bonn-Nord, auch Friedrich-Ebert-Brücke genannt, wurde im Jahr 1967 gebaut. Der Brückenzug Bonner Nordbrücke mit Baujahr 1967 besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m). Auf dem Bauwerk befinden sich zwei durchgehende Fahrspuren je Fahrtrichtung und je eine Abbiegespur. Bislang fuhren täglich rund 90.000 bis 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Aktuelle Brückenprüfungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die eine unverzügliche Sicherung erfordern. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sowie technische Kontrollen (WIM-Anlagen) – haben nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.  

Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wurde deshalb am 3. Juni um 15 Uhr vorsorglich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden vollständig gesperrt.

Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar. Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse. Der Autobahn GmbH ist bewusst, dass diese Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region hat. Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet. Wir werden nun weitere Detailuntersuchungen vornehmen, um technische Möglichkeiten zu untersuchen, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.“

Umleitung für den Fernverkehr

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Hier finden Sie alle Fragen und Antworten rund um die Sperrung

Warum musste die Bonner Nordbrücke voll gesperrt werden?

Der Brückenzug Bonner Nordbrücke mit Baujahr 1967 besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m).

Die Brückenmodernisierung und das Brückenmonitoring haben für uns oberste Priorität. Daher kontrolliert die Autobahn GmbH des Bundes engmaschig alle Bauwerke in ihrer Zuständigkeit. Aktuelle Brückenprüfungen und gutachterliche Begutachtungen hatten hierbei strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die ein unverzügliches Eingreifen erforderten. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, war eine vorsorgliche vollständige Sperrung zwingend erforderlich.
Bereits zuvor hatte die Autobahn GmbH entsprechende Maßnahmen eingeleitet –  darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen seit Anfang Februar 2026 sowie WIM-Anlagen (Weigh-in-motion), die das Fahrzeuggewicht während der Fahrt mithilfe von Sensoren messen. Diese bereits umgesetzten Maßnahmen haben jedoch nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.

Vorsorglich musste der Brückenzug Bonner Nordbrücke daher am 03.06.2026 entlastet und für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Strombrücke über den Rhein und die rechtsrheinische Vorlandbrücke sind davon nicht betroffen (in der untenstehenden Abbildung blaugrau markiert).

Hätte die Sperrung verhindert werden können?

Die Autobahn GmbH hatte bereits Maßnahmen zur Ablastung des Bauwerks umgesetzt, um der Schadensentwicklung entgegenzuwirken. Dazu zählten seit Anfang Februar 2026 ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Diese Maßnahme erwies sich als nicht ausreichend. Die Rheinbrücke Bonn-Nord wurde seinerzeit für deutlich kleinere Verkehrslasten und Verkehrsmengen geplant und gebaut, als sie heute tatsächlich genutzt wird. Insbesondere der Güterverkehr der letzten Jahrzehnte hat der Brücke enorm zugesetzt.

Wie ist der Zustand der Brücke?

Die Vollsperrung war eine vorsorgliche Maßnahme, um Risiken auszuschließen. Die Schäden waren teilweise von außen nicht sichtbar. Bereits bekannte und bisher unkritische Risse haben sich vergrößert, begleitet von ersten Korrosionsschäden am Betonstahl und an Spanngliedern. Die bisherige gutachterliche Einschätzung zur Bonner Vorlandbrücke hat sich bestätigt: Sie kann keinen Verkehr mehr aufnehmen. Die Schäden sind zu massiv.

Wie lange dauert die Vollsperrung?

Die vorsorgliche Vollsperrung erfolgte auf Grundlage aktueller Prüfergebnisse. Sie bleibt bestehen, da die linksrheinische Vorlandbrücke abgerissen und neu gebaut werden muss. Die Schäden sind zu massiv.

Was wurde bislang erreicht?

Bundesminister Patrick Schnieder hat sich unmittelbar nach der Sperrung der A565 einen Überblick über die Situation vor Ort verschafft und die Autobahn GmbH des Bundes angewiesen, alle erforderlichen Ressourcen und Mittel zu bündeln und die eingeleiteten Planungen für einen Ersatzneubau weiter zu forcieren. Entsprechend werden dort die Planungen für den Ersatzneubau mit höchster Priorität vorangetrieben.

Außerdem hat Bundesminister Schnieder umgehend eine Lenkungsgruppe eingerichtet, um die dazu notwendigen vielfältigen Planungsaufgaben und weiteren Schritte zu koordinieren. Der unter Leitung von Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz neu gebildete Lenkungskreis traf sich erstmals am 10.06. im BMV Bonn und tagt 14-tägig. Er wurde zur Koordination der behördlichen Akteure aus Bund, Land und Kommune ins Leben gerufen. 

Mit schnellen und direkten Abstimmungen sollen so die Prozesse vor Ort beschleunigt und die Auswirkungen der Sperrung für Bonn und Umland minimiert werden. Man hat sich darauf verständigt, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen um die anstehenden Themen wie Umleitungsverkehre, Baustellenorganisation, Geh- und Radwegverkehr effizient und schnell voranzubringen. Zudem steht der Lenkungskreis in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren der Region. 

Der Zuschlag für den Abbruch der linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord wurden erteilt. Die Abbrucharbeiten beginnen am 15. Juli 2026.

Warum reicht eine Beschränkung für den Schwerverkehr nicht aus?

Die statischen Berechnungen und Zustandsbewertungen haben ergeben, dass auch eine Reduzierung des Schwerverkehrs auf 7,5 Tonnen nicht ausreichend ist, um die Sicherheit langfristig zu gewährleisten.

Wie wird der Verkehr umgeleitet?

Der Fernverkehr wird über die A3 (Kreuz Leverkusen) umgeleitet. Ein Umleitungskonzept für den regionalen und den städtischen Verkehr wird seitens der Stadt Bonn in eigener Zuständigkeit und in Abstimmung mit der Autobahn GmbH erarbeitet. Zwei Ausweichrouten führen über die Süd- und die Kennedybrücke. Alle Umleitungen werden vor Ort eindeutig beschildert und regelmäßig überprüft.

Eine Grafik zum Fernverkehr finden Sie unter: Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes.

Gibt es Pläne, die Region durch weniger Baustellen zu entlasten?

Wir prüfen derzeit im Rahmen des Verkehrsmanagements, welche Baustellen wir auf den Umleitungsstrecken weiter optimieren können. Ziel ist es, die Belastungen für die Region so gering wie möglich zu halten. Dabei arbeitet die Autobahn GmbH im engen Schulterschluss mit der Region an einem Verkehrskonzept. Dieses Konzept wird kontinuierlich optimiert.

Ist eine Sperrung des Schiffsverkehrs aus Sicherheitsgründen erforderlich?

Die Rheinbrücke Bonn-Nord besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m). Aktuelle Brückenprüfungen und gutachterliche Begutachtungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt. Die Strombrücke ist nicht betroffen. Daher muss der Schiffsverkehr unter der Strombrücke nicht gesperrt werden.

Können Fuß- und Radweg bald wieder geöffnet werden?

Die Autobahn GmbH prüft aktuell mit Hochdruck wie die Strombrücke so bald wie möglich wieder für den Fußgänger und Radverkehr frei gegeben werden kann. Gemeinsam mit der Stadt Bonn wird geprüft, ob Behelfsrampen/-treppen am Leinpfad auf der linken Rheinseite installiert werden können.

Was geschieht jetzt mit der Brücke?

Intensive Untersuchungen haben gezeigt: Die Brücke kann nicht mehr unter Verkehr genommen werden. Es muss ein neues Bauwerk errichtet werden, das Pkw- und Lkw-Verkehr wieder aufnehmen kann. Schon Mitte Juli soll der Zuschlag für den Abbruch der alten Brücke erfolgen. Noch in diesem Jahr wird die Vergabe der neuen Brücke beauftragt. Danach wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke steht. Unser Ziel ist es, dass wir diese wichtige Verkehrsader zügig wiederherstellen. Die Autobahn GmbH des Bundes wird kurzfristig ein Baukonzept entwickeln und die weiteren Schritte im Lenkungskreis vorstellen. 

Wird die Brücke vor dem Ersatzneubau noch einmal für den Verkehr freigegeben?

Die Bonner Vorlandbrücke kann keinen Verkehr mehr aufnehmen. Der sofortige Ersatzneubau der Vorlandbrücke ist für Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die gesamte Region der schnellste Weg, um die Nordbrücke wieder verlässlich für Pkw und Lkw nutzbar zu machen.

Ungeachtet dessen laufen die Planungen für den Ersatzneubau des gesamten Bauwerks - inklusive Strombrücke - weiter: 

A565 Neubau der Rheinbrücke inkl. Erweiterung zwischen AK Bonn-Nord und AS Bonn-Beuel | bonnbewegt

Wie weit sind die Planungen für einen Neubau der gesamten Nordbrücke?

Die technischen Planungen für die Erneuerung der Rheinquerung haben bereits begonnen. Ausführliche Informationen sind hier veröffentlicht:
A565 Neubau der Rheinbrücke inkl. Erweiterung zwischen AK Bonn-Nord und AS Bonn-Beuel | bonnbewegt

Warum kommt der Bau einer Behelfsbrücke als Ersatz für die linksrheinische Vorlandbrücke nicht infrage?

Der Bau einer Behelfsbrücke wurde eingehend geprüft. Nach einer aufwendigen Planungsphase müssten zunächst die erforderlichen Fertigteile hergestellt werden. Anschließend wäre für den Bau der Brücke von mindestens einem Jahr Bauzeit auszugehen. Zudem könnte sie je Fahrtrichtung lediglich eine 3,50 Meter breite Spur aufnehmen. Neben dem hohen betrieblichen Aufwand müsste die Konstruktion bereits nach etwa sechs Jahren ersetzt werden. Insgesamt überwiegen die Nachteile deutlich. Ein Ersatzneubau der linksrheinischen Vorlandbrücke ist daher die schnellste und dauerhaft tragfähigste Lösung.

Wie kann der Neubau der linksrheinischen Vorlandbrücke beschleunigt werden?

Uns ist bewusst, dass die Sperrung der Brücke eine enorme Belastung für die gesamte Region ist. Wir tun alles dafür, um diese Belastung so gering wie möglich zu halten und den Neubau in rund zwei Jahren fertigzustellen. Der Zuschlruch der linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord wurde mittlerweile erteilt. Die Abbrucharbeiten beginnen am 15. Juli 2026.

Ist geplant, dass der Neubau der Vorlandbrücke über 6 Fahrstreifen verfügt?

Die neue Vorlandbrücke wird im Bereich des heutigen Bauwerks errichtet. Sie wird mit vier Fahrspuren realisiert. Mit dem Ersatzneubau der Brücke erfolgt keine Vorfestlegung zur Erweiterung des Autobahnabschnitts. Der Neubau der linksrheinischen Vorlandbrücke wird so gestaltet, dass eine zukünftige Erweiterung auf 6 Fahrspuren möglich wäre. Der aktuelle Ersatzneubau der linksrheinischen Vorlandbrücke schafft weder Fakten noch Einschränkungen. Die Projektseite für Informationen zum Ersatzneubau der Rheinbrücke Bonn-Nord mit Erweiterung auf 6 Fahrspuren ist diese: A565 Neubau der Rheinbrücke inkl. Erweiterung zwischen AK Bonn-Nord und AS Bonn-Beuel | bonnbewegt

Werden Sanierung oder Neubau der Rheinbrücke Bonn-Nord aus dem Sondervermögen finanziert?

Die Finanzierung ist gesichert. Ersatzneubau und Sanierung der Rheinbrücke Bonn-Nord werden aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) finanziert.

Enthält die bestehende Brücke Schadstoffe und falls ja, wie wird dafür gesorgt, dass sie beim Abriss nicht in die Umgebung gelangen?

Wie bei vergleichbaren Bauwerken dieser Zeit ist grundsätzlich nicht auszuschließen, dass im Bauwerk schadstoffhaltige Baustoffe wie etwa Asbest, PCB oder PAK vorhanden sind. Ein prominentes Beispiel ist die Rheinbrücke Leverkusen, bei der im Zuge der Vorbereitung des Abbruchs entsprechende Belastungen (unter anderem Asbestpappen, PCB im Außenanstrich sowie Blei in Rostschutzfarben) gutachterlich festgestellt und in einem speziellen Rückbaukonzept berücksichtigt wurden.

Für die Bonner Nordbrücke gilt: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns für die linksrheinische Vorlandbrücke noch keine abschließenden Untersuchungsergebnisse zu möglichen Schadstoffen vor. Diese Untersuchungen sind jedoch integraler Bestandteil der weiteren Planung und werden vor Beginn der eigentlichen Abrissarbeiten fachgutachterlich durchgeführt. Erst auf Basis eines solchen Schadstoffgutachtens werden die konkreten Schutz‑ und Rückbaumaßnahmen festgelegt. Daher können wir Ihre Fragen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret beantworten.

Wie fügt sich die Modernisierung der Rheinlandbrücke Bonn-Nord in das bundesweite Brückenmodernisierungsprogramm ein?

Die Modernisierung von Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen hat oberste Priorität. Die intensive Beanspruchung der Infrastruktur in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem durch den zunehmenden Schwerverkehr, hat Spuren hinterlassen – insbesondere bei den Brücken.

Daher müssen wir priorisieren und wollen in dieser Dekade in einem ersten Schritt in einem Kernnetz rund 4.000 Brücken auf wichtigen Autobahnkorridoren modernisieren. Das entspricht einer Fläche von 3,2 Millionen Quadratmetern (450 Fußballfeldern). Aufgrund der unterschiedlichen Bauwerksgrößen ist die reine Zahl an Brücken, die modernisiert werden müssen, wenig aussagekräftig; von größerer Relevanz ist die zu modernisierende Brückenfläche.

Wegen der Dringlichkeit wurde vorrangig mit den großen Brücken begonnen, bei denen die Modernisierung natürlich aufwändiger ist und mehr Zeit beansprucht als bei kleinen Brücken. Bis Ende 2025 wurden bereits insgesamt ca. 1,27 Millionen Quadratmeter Brückenfläche modernisiert (ca. 178 Fußballfelder). Bisher wurde also bereits mehr als ein Drittel geschafft. Die Zahlen zeigen: Wir sind insgesamt auf einem guten Weg. Und wir werden die Brückenmodernisierung mit Hochdruck weiter vorantreiben.

Das gilt auch für die Bundesstraßen, gerade weil Bundesstraßen oftmals als Bedarfsumleitungen für Autobahnen dienen. Hier arbeiten wir eng mit den Straßenbauverwaltungen der Länder zusammen.

Weitere Informationen zum Thema Brücken:

 FAQ Brücken | Die Autobahn GmbH des Bundes

Wer beantwortet weitere Fragen?

Sie können sich mit weiteren Fragen zur Sperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord an rheinbruecke.bonn-nord[@]autobahn[.]de wenden.


15.07.2026

Heute geht es los: Der Rückbau der Bonner Vorlandbrücke (A565) beginnt.

Wir halten Wort und machen Tempo: Der Abbruch der 660 Meter langen, linksrheinischen Vorlandbrücke startet heute, nur wenige Wochen nach der Entscheidung für Abriss und Ersatzneubau.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Zeitplan: Nach der Baustelleneinrichtung wird die Brücke ab Anfang August Block für Block abgebrochen. Bis Mitte November soll der Abriss abgeschlossen sein. Der Ersatzneubau wird noch in diesem Jahr vergeben, die Bauzeit ist auf maximal zwei Jahre angesetzt.

Autoverkehr: Die A565 bleibt im Bereich der Nordbrücke bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus gesperrt. Auch die Straßen unterhalb der Vorlandbrücke bleiben während der Abbrucharbeiten aus Sicherheitsgründen dicht.

Fuß- und Radverkehr: Wir arbeiten mit Hochdruck an einer temporären Zugangslösung, um die Rheinquerung über die intakte Strombrücke schnellstmöglich wieder freizugeben.

Anwohnerschutz: Ein Abriss dieser Größenordnung ist laut und staubig. Wir begrenzen die Belastungen auf das Nötigste, arbeiten nur tagsüber und dokumentieren vorab den Zustand umliegender Gebäude, um mögliche Erschütterungsschäden rechtssicher festzuhalten. Wir informieren fortlaufend und suchen aktiv den Dialog vor Ort.

Großbaustellen wie diese fordern die logistische Infrastruktur der gesamten Region heraus. Bürgerinnen und Bürger wenden sich bei Fragen bitte an: rheinbruecke.bonn-nord[@]autobahn[.]de
 


08.07.2026

A565: Zuschlag für den Abriss der Bonner Vorlandbrücke erteilt. Abbrucharbeiten beginnen am 15. Juli

Bonn/Berlin (Autobahn GmbH). Der Zuschlag für den Abbruch der linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord wurde erteilt. Die Abbrucharbeiten beginnen am 15. Juli 2026. Mit der Einrichtung der Baustelle wird bereits in der nächsten Woche begonnen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier

 

 


19.06.2026

A565: Abriss der Bonner Vorlandbrücke und zügiger Ersatzneubau in maximal zwei Jahren

Das Ergebnis intensiver Analyse zeigt, die Brücke kann unter Verkehr nicht betrieben werden. Es muss ein neues Bauwerk errichtet werden, das Pkw und Lkw-Verkehr wieder aufnehmen kann.

Die linksrheinische Vorlandbrücke der Bonner Nordbrücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Die Schäden sind zu massiv. Die bisherige gutachterliche Einschätzung zur Bonner Vorlandbrücke hat sich bestätigt: Die Bonner Vorlandbrücke kann keinen Verkehr mehr aufnehmen. Die bestehende Sperrung für die Straßen unter der Brücke bleibt bestehen.

Die Autobahn GmbH des Bundes hat heute im Lenkungskreis des Bundesverkehrsministeriums über diese Entscheidung informiert.

Die Rheinbrücke Bonn-Nord ist mehr als eine einzelne Brücke. Sie ist ein Brückenzug, ein System aus drei zusammenhängenden Bauwerken: Auf der linksrheinischen Seite führt die 660 Meter lange Vorlandbrücke als Hochstraße aus Spannbeton zur eigentlichen Strombrücke über den Rhein. Diese Strombrücke und auch die rechtsrheinische Vorlandbrücke können weiterhin Pkw- und Lkw-Verkehr tragen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Ich weiß, welche Belastung die Sperrung für die Menschen und Unternehmen in der Region bedeuten. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren und starten sofort mit den notwendigen Vorbereitungen. Schon Mitte Juli soll der Zuschlag für den Abbruch der alten Brücke erfolgen. Noch in diesem Jahr wird die Vergabe der neuen Brücke beauftragt. Danach wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke steht. Unser Ziel ist es, dass wir diese wichtige Verkehrsader zügig wiederherstellen. Der Bund steht dabei verlässlich an der Seite dieser Region." 

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Der sofortige Ersatzneubau ist für Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die gesamte Region der schnellste Weg, um die gesamte Nordbrücke wieder verlässlich für Pkw und Lkw nutzbar zu machen. Ganz wichtig ist für uns jetzt Schnelligkeit. Wir werden daher bei der Ausschreibung das Kriterium der Schnelligkeit zum wichtigen Wertungskriterium machen. Die Ausschreibung wird als funktionale Ausschreibung ausgestaltet, dass Planung und Bau zusammen vergeben werden. Bauwirtschaft und Bauindustrie können so die besten und vor allem schnellsten baulichen Lösungen anbieten. Im Lenkungskreis arbeiten wir mit der Region eng zusammen, damit wir auch immer wieder Lösungen finden, wenn es zu Problemen kommt.“

Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Aus technischer Sicht ist die Lage klar: Die Vorlandbrücke ist nicht mehr zu halten. Die Brücke weist Schäden auf, die nicht mehr zu beheben sind. Allein ein Neubau ist die einzige sichere Lösung, um wieder Pkw- und Lkw-Verkehr über die Brücke schicken zu können. Wir werden alles unternehmen, innovative und schnelle Bautechnik einsetzen und den Ersatzneubau nun zügig planen, um möglichst noch in diesem Jahr zu beginnen." 

Wichtigste Eckpunkte: 

  • Bonner Vorlandbrücke (linksrheinisch): Abriss und zügiger Ersatzneubau mit angestrebter kurzer Bauzeit von zwei Jahren
  • Bonner Strombrücke (Rheinquerung): Bleibt die nächsten Jahre erhalten und ist standsicher  

Mit Bundesverkehrsminister Schnieder, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitet die Autobahn GmbH in einem Lenkungskreis zusammen, um schnelle und koordinierte Lösungen zu finden. 

Die Autobahn GmbH des Bundes wird kurzfristig ein Baukonzept entwickeln und die weiteren Schritte im Lenkungskreis vorstellen. 


19.06.2026

Pressekonferenz: Bundesminister Schnieder informiert über aktuellen Stand

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte nach der Sperrung der Brücke umgehend einen Lenkungskreis unter Leitung der Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz eingerichtet. Im Nachgang zur zweiten Sitzung des Lenkungskreises laden wir Sie herzlich zur Pressekonferenz ein und informieren Sie zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes über den aktuellen Stand zur Bonner Rheinbrücke.

Wann? Freitag, 19.06.2026 um 10:30 Uhr

Wo? Bundesministerium für Verkehr (Robert-Schuman-Platz 1, 53175 Bonn)

Im Anschluss an die Pressekonferenz gibt es Gelegenheit für Interviews und O-Töne.

Vorherige Anmeldung unter: presse[@]bmv.bund[.]de


10.06.2026:

Lenkungskreis nimmt Arbeit auf

In Bonn hat der Lenkungskreis zur Rheinbrücke Bonn-Nord seine Arbeit aufgenommen. Geleitet wird das Gremium von Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz.

Unmittelbar nach der vorsorglichen Vollsperrung der Brücke am 3. Juni 2026 hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Lenkungskreis eingerichtet. Ihn ihm sind das Bundesverkehrsministerium, die Autobahn GmbH des Bundes, das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis vertreten. 

 

ZEIT: Lenkungskreis zur Bonner Nordbrücke sucht nach Lösungen

BMV: Schnelles Handeln für die Rheinbrücke Bonn-Nord

 


08.06.2026:

Anschlussstellen wieder offen

Die Sperrung in den angrenzenden Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg ist aufgehoben, um den Verkehr gezielt zu entzerren und die Erreichbarkeit der Anschlussstellen sicherzustellen.


05.06.2026:

Bundesverkehrsminister Schnieder besucht gesperrte Brücke

Zwei Tage nach der Vollsperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke / A565) hat sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder heute vor Ort ein Bild der Lage gemacht.

Die Brücke musste am 3. Juni gesperrt werden, nachdem Untersuchungen strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben hatten. Täglich nutzen rund 90.000 Fahrzeuge die Brücke als wichtigste Ost-West-Verbindung der Region Bonn/Rhein-Sieg.

Beim Vor-Ort-Termin dabei waren Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes, der Bonner Oberbürgermeister Guido Déus sowie Landrat Sebastian Schuster. 

Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits am 4. Juni einen Lenkungskreis eingerichtet, der die weiteren Schritte koordiniert.

Bundesminister Patrick Schnieder: „Ich weiß, wie sehr die Sperrung der Rheinbrücke die Menschen vor Ort belastet. Deshalb war es mir sehr wichtig, mir heute ein genaues Bild zu machen. Bereits gestern habe ich einen Lenkungskreis eingerichtet. Alle relevanten Akteure sitzen jetzt an einem Tisch. Der Bund wird alles tun, was möglich ist, um die Situation in Bonn zu verbessern – und zwar schnell."

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Diese Brücke hat bei uns Top-Priorität. Die Autobahn GmbH geht davon aus, innerhalb der nächsten zwei Wochen eine belastbare Schadens- und Lageeinschätzung vorlegen zu können. Eines steht fest: Die Sicherheit der Menschen geht vor."

Auf dieser Grundlage wird der Lenkungskreis über die nächsten Schritte entscheiden.

 

Phoenix: Sicherheit hat immer oberste Priorität

Tagesschau: Schnieder verspricht Hilfe bei gesperrter Autobahn-Brücke in Bonn

WDR: Bundesverkehrsminister bei seinem Besuch an der Bonner Nordbrücke

WDR Studiogespräch mit Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister

ZDF: Brücke hat für Bundesregierung höchste Priorität

RTL-Interview mit Patrick Schnieder


03.06.2026:

Rheinbrücke Bonn-Nord wird vorsorglich voll gesperrt

Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wird ab heute (3.6.) um 15 Uhr vorsorglich voll für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wird ab heute (3.6.) um 15 Uhr vorsorglich voll für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Die Sperrung betrifft nicht nur das Bauwerk selbst, sondern die folgenden Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost:

In Fahrrichtung Koblenz:

  • Sperrung zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord, d.h. es sind keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter kommend auf die A565 nach Koblenz möglich. Die Anschlussstellen Bonn-Beuel und -Auerberg sind ebenfalls gesperrt.

In Fahrtrichtung Siegburg:

  • Sperrung zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel, d.h. im Kreuz Bonn-Nord sind sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt, die Anschlussstelle Bonn-Auerberg ebenfalls. In der Anschlussstelle Bonn-Beuel sind Auffahrten auf die A565 nach Siegburg weiterhin möglich.

Aktuelle Brückenprüfungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die eine unverzügliche Sicherung erfordern. Die bereits umgesetzten Maßnahmen – darunter ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sowie technische Kontrollen (WIM-Anlagen) – haben nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern.

Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH: „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar. Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse. Der Autobahn GmbH ist bewusst, dass diese Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region hat. Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet. Wir werden nun weitere Detailuntersuchungen vornehmen, um technische Möglichkeiten zu untersuchen, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.“


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