Autobahn GmbH Nord und DEGES stellen Baumaßnahmen 2026 vor


In einem Presse- und Verbändegespräch haben die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nord, und die DEGES heute über die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen in der Metropolregion informiert. Carsten Butenschön, Direktor der Autobahn GmbH Niederlassung Nord, blickte auf der Presskonferenz positiv in die Zukunft: „2026 werden wir aufgrund der Sonderinvestitionsprogramme des Bundes die bislang größte Investitionssumme umsetzen, um die Brücken und Straßeninfrastruktur zu erhalten und auszubauen.“ 

 

A25 einstreifig bis August:

Einer der größeren Erhaltungsmaßnahmen führt seit dem Wochenende zu erhöhtem Stau im Berufsverkehr. Zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Neuallermöhe-West stehen auf der A25 pro Fahrrichtung nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Fahrbahn erhält in diesem Bereich eine neue OpA Deckschicht (Flüsterasphalt). Die Maßnahme muss zwingend in diesem Jahr realisiert werden, da 2027 Sanierungsarbeiten auf der B5 stattfinden, die als Ausweichstrecke für die A25 dient. 


A7-Sperrungen:

Aufgrund mehrerer Großprojekte kommt es 2026 zu insgesamt acht Vollsperrungen der A7 inkl. Elbtunnel und/oder der Tunnel Stellingen und Schnelsen: Als Projekt mit dem größten Sperrbedarf ist der Ausbau der A7 nördlich des Elbtunnels (Tunnel Altona) zu nennen; aber auch Ausbau der Hochstraße K20 südlich des Elbtunnels sowie der Neubau und die Einbindung der Tunnelleitzentrale erfordern einige Vollsperrungen der A7. Die Projektpartner stehen vor der Aufgabe, mehrere Großbauprojekte in engem zeitlichem Rahmen gleichzeitig zu koordinieren und die notwendigen Arbeiten miteinander abzustimmen. Eine weitere Reduzierung der Sperrzeiten ist aufgrund technischer, logistischer und verkehrlicher Rahmenbedingungen nicht möglich. Begrenzte Flächen im Baufeld und die enge Baustellenfolge erfordern eine präzise Just-in-Time-Logistik, zudem sind aufwendige Testläufe bei der Installation neuer Verkehrsrechnerphasen sowie zeitweise der Parallelbetrieb alter und neuer Systeme notwendig, um die Betriebs- und Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auch die Abstimmung mit anderen Bauprojekten und die begrenzten Umleitungsmöglichkeiten schränken den Spielraum ein. „Die Maßnahmen sind komplex und sicherheitsrelevant – deshalb bündeln wir Sperrungen so weit wie möglich, um die Belastung für alle Verkehrsteilnehmenden möglichst gering zu halten“, sagt Sebastian Haß, Bereichsleiter Projekte Hamburg bei der DEGES.

 

Keine Sperrungen zur Sommer-Reisezeit (Juli und August)

55-Std. Vollsperrungen (jew. von freitags 22:00 Uhr - montags 5:00 Uhr) - die Sperrungen werden im Detail jeweils in gesonderten Verkehrsmeldungen angekündigt

  • 20. bis 23.2.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Hochstraße K20)
  • 20. bis 23.3.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale - inkl. 31 Std Sperrung Tunnel Stellingen)
  • 17. bis 20.4.2026: A7 55. Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale, inkl. Integration TLZ und Verkehrsrechner Update)
  • 08. bis 11.5.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona)
  • 12. bis 15.6.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona)
  • 26. bis 29.6.2026: A7 Tunnel Schnelsen 55 Std. Vollsperrung (u.a. Integration TLZ Tunnel Schnelsen) (Sperrung ohne Elbtunnel)
  • 11. bis 14.9.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale)
  • 26. bis 29.9.2026: A7 55 Std. Vollsperrung (u.a. Arbeiten Hochstraße K20, Inbetriebnahme neue Verkehrsrechnerphase)


A7 - Fertigstellung der Hochstraße Elbmarsch im Oktober (Details hierzu werden gesondert in Verkehrsmeldungen kommuniziert):

Positiv ist der Ausblick für den südlichen Abschnitt der A7: Die Arbeiten an der Hochstraße K20 werden voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen. „Das sind nicht nur gute Nachrichten für die Autofahrerinnen und Autofahrer, sondern auch für den Wirtschaftsverkehr – damit ist südlich des Elbtunnels wieder freie Fahrt auf der A7“, sagt Butenschön. 


A1 - Ersatz der Norder- und Süderelbbrücke (Details hierzu werden gesondert in Verkehrsmeldungen kommuniziert):

Neben den Projekten entlang der A7 starten 2026 weitere Vorhaben mit Auswirkungen auf den Hamburger Verkehr. Dazu zählen die Ersatzneubauten der Norder- und Süderelbbrücke an der A1. An der Norderelbbrücke kommt der im 
Gesetz neu geschaffene Vorgriffsfall zur Anwendung, der einen früheren Baubeginn für Ersatzneubauten ermöglicht. Erste bauvorbereitende Maßnahmen wie Kampfmittelräumungen und Leitungsverlegungen beginnen 2026 und führen zu nächtlichen Sperrungen der Fahrbahnen. Auch an der Süderelbbrücke machen vorbereitende Arbeiten – darunter Kampfmittelräumung und die Herstellung einer Mittelstreifenüberfahrt – im April eine rund zwölf Tage andauernde Sperrung des Hauptfahrstreifens in Fahrtrichtung Süden erforderlich. 


A21 - Verkehrsfreigabe Löptin bis Klein Barkau (Details hierzu werden gesondert in Verkehrsmeldungen kommuniziert):

Butenschön konnte eine weitere gute Nachricht verkünden: Ende des ersten Quartals wird der neue Autobahnabschnitt der A21 zwischen Löptin bis Klein Barkau – kurz vor der Landeshauptstadt Kiel – für den Verkehr freigegeben. Die ca. acht Kilometer lange Ausbaustrecke wird somit fristgerecht fertiggestellt. 

 

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