Status: In Umsetzung Region: Westfalen, …

Autobahn: A 45, …Ersatzneubau Talbrücke Landeskroner Weiher

Beim Ersatzneubau der Talbrücke Landeskroner Weiher gibt es eine ungewöhnliche Herausforderung: Einige Brückenpfeiler stehen im Wasser.

Projektbeschreibung

Wilnsdorf. Der Neubau einer Talbrücke, deren Pfeiler mitten in einem Weiher stehen, verlangt im Vorfeld besondere Überlegungen und Vorkehrungen – vor allem wenn es um die ökologischen Belange geht. Aber auch die Funktion des Gewässers als beliebtes Ausflugsziel muss bedacht werden.

Zur Umsetzung der Baumaßnahme „Ersatzneubau der Talbrücke Landeskroner Weiher“ musste die Autobahn Westfalen während der Bauzeit den Wasserspiegel des Weihers um etwa 3,5 Meter absenken, damit das zukünftige Baufeld trocken liegt. „Das ist insbesondere für den Sprengabbruch als auch für die Herstellung der neuen Brückenpfeiler unvermeidbar“, so die Teamleiterin im Konstruktiven Ingenieurbau in der Außenstelle Netphen, Katharina Erbismann. Allerdings: Der Weiher darf nicht restlos trocken fallen. „Es gibt die Auflage der Naturschutzbehörde, dass aufgrund des Vorkommens der Wasserfledermaus unbedingt eine Restwasserfläche vorzuhalten ist“, so Erbismann weiter.  Bei der geplanten Absenkung des Weihers bleibt so von der ursprünglich etwa 13.500 Quadratmeter großen Wasserfläche eine Restwasserfläche von etwa 6000 Quadratmetern übrig.

Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Autobahn GmbH

„Aufgrund von Sedimentmessungen im Weiher gehen wir davon aus, dass die Wassertiefe der Restfläche etwa ein bis eineinhalb Meter betragen wird, wahrscheinlich noch weniger aufgrund der vorhanden Schlammdicke“, sagt Bernd Danzenbächer (Projektteam Planung in der Außenstelle Netphen). Um den Wasserstand der Restwasserfläche gewährleisten zu können, wurde ein so genannter Mönch im Bereich des Dammes gebaut – ein Ablaufbauwerk, das dafür sorgt, dass niemals zu wenig Wasser im Weiher steht. „Da der Weiher nur über einen Grundablass und das alte Überlaufbauwerk verfügt, ist für die Sicherstellung des Neubaus dieses Ablaufbauwerk unbedingt notwendig“, so Danzenbächer. Bauherr ist die Gemeinde Wilnsdorf als Eigentümerin des Weihers. Die Kosten trägt der Bund. 

Nach den Bauvorbereitungen und dem Anlegen der Baustraßen erfolgte am 30. Oktober die Sprengung des ersten Teilbauwerks in Fahrtrichtung Dortmund. Der Verkehr wird komplett über das zweite Teilbauwerk in Richtung Frankfurt geführt (pro Richtung zwei Fahrspuren). Nun wird das erste Bauwerk neu errichtet, ehe anschließend das zweite Teilbauwerk gesprengt wird. 

 

Die Sprengung der Talbrücke Landeskroner Weiher

Zeitplan

Zum Abbruch der aus zwei Teilen bestehenden Brücke sind Sprengungen vorgesehen. Die erste Sprengung fand am 30. Oktober 2022 statt. Zunächst wurde das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund gesprengt. 

Hintergrund:

  • Der Neubau der Talbrücke Landeskroner Weiher wird etwa fünfeinhalb Jahre dauern
  • Nach der Fertigstellung wird der Landeskroner Weiher wieder aufgestaut und in den Uferbereichen werden unterschiedliche Bepflanzungen vorgenommen
  • Ein erster Sprung ins kühle Nass wird - wenn alles nach Plan läuft - im Laufe des Jahres 2027 wieder möglich sein.

Verkehrsmeldungen

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Anke Bruch

Kommunikation Außenstellen Dillenburg/Netphen

Telefon0173 5742716

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Westfalen
Berliner Straße 42
35683 Dillenburg